Hotellerie

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Lust auf Stadtluft? In ein paar Jahren können im ehemaligen Swissôtel in Zürich Oerlikon Wohnungen gemietet werden. Bild: swisshotel.ch

Die Umnutzung der Schweizer Stadthotels geht los

Das Swissôtel in Oerlikon legt erstmals die Pläne offen, wie die 347 Zimmer zukünftig genutzt werden.

Was passiert eigentlich mit dem ehemaligen Swissôtel, das an prominenter Lage in Zürich Oerlikon steht und nicht zu übersehen ist? Das Gebäude befindet sich im Besitz der Grossbank Credit Suisse, die nun erstmals die Zukunftspläne offenlegt. Ein Immobilienfonds der Bank hat bereits Mitte Dezember eine Baueingabe bei der Stadt Zürich eingereicht. Diese liegt dann ab Freitag (15. Januar) beim Amt für Baubewilligungen der Stadt auf.

Laut einem Bericht des «Tagesanzeiger» (Abo) sehen die Pläne folgendermassen aus: Im Erdgeschoss des Hochhauses soll ein Pop-Up-Restaurant entstehen. Die Fläche sei laut Angaben des Mediensprechers bereits an einen Betreiber vermietet. Wer es ist, bleibt jedoch noch unter Verschluss.

In den Stockwerken 13 bis 28 sollen rund 132 1,5 bis 2,5 Zimmer Wohnungen entstehen. Der Baustart erfolgt voraussichtlich im ersten Quartal 2022 und dauern wohl bis mindestens 2024. In den obersten Etagen sind sechs 4,5-Zimmer-Appartments vorgesehen. Die Mietpreise werden beim Vermarktungsstart kommuniziert. Bis mit der Sanierung begonnen werden kann, soll das ehemalige Hotel zwischengenutzt werden. Was für Pläne die Besitzer hierzu haben, wird nicht kommuniziert.

Öffentlicher Balkon geplant

Der zukünftige Hotelbetrieb soll demnach auf die unteren zwölf Stockwerke reduziert werden. Im Gebäudesockel sollen wie bis anhin Konferenzräume, Restaurants und Verkaufsläden vertreten sein und für die Nutzung offen stehen. Ob der Beherbergungsbetrieb wie bis anhin unter dem Dach von der französischen Hotelkette Accor, zu welcher die Marke Swissôtel gehört, angegliedert sein soll, ist noch offen. Man stünde diesbezüglich «in engem Austausch», wie CS und Accor verlauten lassen.

Auch für die Öffentlichkeit wird bei der Umnutzung gesorgt. Das grosse Dach im dritten Stock soll zu einem grossen Stadtbalkon werden, der für die Allgemeinheit zugänglich ist. Ausserdem ist eine überdachte Pergola in Planung, welche für externe Anlässe genutzt werden kann.

Trotz aller Umbauarbeiten verspricht die Credit Suisse, die Gebäudefassade in ihrem heutigen Aussehen zu erhalten und diese nach denkmalpflegerischen Anforderungen zu renovieren. Erbaut wurde das Hochhaus im Jahre 1972. Infolge der Coronakrise kündigte das 4-Sterne-Hotel an, den Betrieb per Ende November 2020 einzustellen. 270 Angestellte verloren mit diesem Entscheid ihre Beschäftigung. Die gesamte Stadthotellerie ist von der Krise stark gezeichnet, wie eine Befragung vom Branchenverband Hotelleriesuisse zeigte und Travelnews berichtete.

(TN)