Hotellerie

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Für die Hotelkette A&O ist die Kooperation im Spezialsegment Reisen für Menschen mit Handicap ein wichtiges neues Anliegen. Bild: Marcus Aurelius

A&O Hotels kooperiert jetzt mit Procap

Die Berliner Budgethotel-Gruppe und der Schweizer Spezialist für barrierefreies Reisen sind eine weit reichende Zusammenarbeit eingegangen. Die Hotels von A&O finden sich nun im Procap-Katalog. Künftig sollen auch barrierefreie Tagungen im Angebot sein.

Der Slogan der Berliner Budgethotelgruppe A&O lautet «Everyone can travel». Was zunächst im monetären Sinn zu verstehen ist, ist ab sofort auch in einem ganz konkreten Mobilitäts-Sinn zu verstehen. «Für uns gehört Barrierefreiheit zur Nachhaltigkeit – ein Thema, das 2021 ganz bestimmt wieder sehr stark in den Vordergrund rücken wird», sagt Chris Probst, der Schweizer Head of Sales DACH der Berliner Hotelgruppe, und ergänzt: «Unser Motto ist nicht nur ein Versprechen, sondern soll vor allem Auftrag und Erfüllung sein.»

Dies bildet den Hintergrund für die soeben angekündigte Zusammenarbeit mit Procap, dem Schweizer Spezialisten für barrierefreies Reisen: Erstmals ist A&O im neuen Procap-Katalog mit Angeboten für Individualreisen vertreten. Drei Häuser werden exemplarisch vorgestellt, buchbar sind alle 39 A&O-Standorte. Zusammen mit Procap und weiteren Spezialisten optimiert A&O auch weiter sein Angebot.  

Procap ist seit 25 Jahren auf barrierefreies Reisen spezialisiert und nicht nur Reiseveranstalter, sondern mit 25'000 Mitgliedern zugleich auch der stärkste Mitglieder-Verband von und für Menschen mit Handicap in der Schweiz. Helena Bigler, Leiterin Reisen und Sport, sagt: «A&O ist die perfekte Ergänzung für unser individuelles Reiseangebot; bislang bieten wir überwiegend 3- und 4-Sterne-Hotels an, aber die Nachfrage nach einem guten Budgetprodukt ist deutlich gestiegen.»

Für die Berliner ist es die erste Kooperation im Spezialsegment Reisen für Menschen mit Handicap: «Mit einem renommierten Experten wie Procap zusammenzuarbeiten, spornt uns weiter an, unsere Häuser noch barrierefreier zu gestalten, also z.B. künftig mehr rollstuhlgeeignete Zimmer an jedem Standort anzubieten», blickt Probst in die Zukunft. 90 Prozent der A&O-Standorte bieten heute bereits mindestens ein barrierefreies Zimmer, dazu barrierefreie Haupteingänge und Frühstücksräume oder rollstuhlgerechte Aufzüge. Auch in intuitive, taktile oder sensuelle Hilfen für seh- oder hörbehinderte Menschen soll künftig mehr investiert werden. Barrierefreie Tagungen stehen ebenfalls auf der Agenda der Budgetgruppe.

Chris Probst (Head of Sales DACH, l.) und Klaus Rohrbeck (Head of Construction) von A&O Hotels in einem rollstuhlgerechten Zimmer in Berlin-Mitte: Sie freuen sich über die Kooperation mit Procap und setzen sich für noch mehr Barrierefreiheit ein. Bild: A&O Hotels

«Wir wünschen uns, dass Reisen für Menschen mit Behinderungen sehr viel selbstverständlicher und komfortabler wird», so Helena Bigler, «wenn unsere Gäste bereits bei Anreise den Hintereingang benutzen müssen oder die Rampe, die zwar vorhanden, aber viel zu steil ist, dann sind wir davon leider noch weit entfernt.» Schon Bewegungsmelder, Handgriffe in den Duschen oder Türklingeln für die Anreise sorgen für mehr Barriere- und somit Bewegungsfreiheit für Reisende mit Handicap.

(JCR)