Hotellerie

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Nach einem Buchungsrückgang von über 90 Prozent von April bis Juni, belief sich das Minus bei Booking von Juli bis September noch auf 48 Prozent. Bild: TN

So gross ist der Einbruch bei Booking

Der Krösus der Hotelbuchungsportale verzeichnet einen massiven Rückgang der Buchungen – und rechnet mit Auswirkungen über Jahre hinweg.

Im dritten Quartal 2020 verzeichnet das weltgrösste Hotelbuchungsportal Booking einen Umsatzeinbruch von 48 Prozent auf 2,64 Milliarden Dollar. Dass sich Booking-CEO Glenn Vogel trotzdem freut, hat mit der Verbesserung gegenüber dem 2. Quartal 2020 zu tun. Denn zwischen April und Juni gingen die Booking-Umsätze gleich um 91 Prozent zurück, was den praktischen Stillstand der Reisewelt verdeutlicht.

«Wir waren erfreut über die positiven Ergebnisse des dritten Quartals, von denen wir glauben, dass sie stark von der Aufhebung der staatlichen Sperren und der Freigabe der aufgestauten Nachfrage profitiert haben, die durch die fast vollständige Einstellung des Reiseverkehrs in Teilen des zweiten Quartals verursacht wurde», sagt Glenn Fogel zu Analysten.

Ein Aber folgt aber sogleich: «Die COVID-19-Fallzahlen steigen in vielen Teilen der Welt derzeit wieder stark an, mit entsprechenden Erhöhungen der Sperrungen und neu auferlegten Reisebeschränkungen, die sich kurzfristig weiterhin auf das Reisen auswirken werden.»

Trotz einer verbesserten Leistung im dritten Quartal gegenüber dem zweiten Quartal wird es laut Fogel «sehr schwierig sein, im vierten Quartal Rentabilität zu erreichen», da in letzter Zeit ein Anstieg der Virusinfektionen zu verzeichnen war, mehr staatliche Restriktionen ins Spiel kommen und in Teilen der Welt Winterwetter eintritt.

Obwohl er davon ausgeht, dass es Jahre und nicht Quartale dauern wird, bis die Reisetätigkeit sich wieder normalisiert, sagt Fogel, dass er hinsichtlich der langfristigen Aussichten für die Branche optimistisch ist. Um Kosten zu senken, hatte Booking im August angekündigt, dass bis zu 25 Prozent der über 17'000 Mitarbeiter des Unternehmens aufgrund der Corona-Krise ihren Job-verlieren könnten. Der Stellenabbau begann im September.

(TN)