Hotellerie

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Ab Anfang Dezember 2020 kann im bekannten Swissôtel in Oerlikon nicht mehr genächtigt werden. Bild: swissotel.ch

Swissôtel in Oerlikon muss seine Türen Ende November schliessen

Die nächste ernüchternde Nachricht aus dem Tourismus/Hotellerie: Das Vier-Stern-Hotel in Zürich-Oerlikon muss aufgrund der Corona-Krise per Ende November schliessen. Lediglich der Restaurantbetrieb soll weitergeführt werden.

Wenn man den Bahnhof Oerlikon verlässt, ist es das Hochhaus, welches einem sofort ins Auge sticht: Das Swissôtel. Das 4-Sterne-Hotel mit seinen knapp 350 Zimmer und Suiten begrüsste auch immer viele Passagiere vom Zürich Flughafen oder Besucher der Messen in Zürich.

Nun ist aber das Swissôtel den Folgen der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen, wie der «Blick» schreibt. Ab Ende November soll für das Hotel Endstation sein und es muss seine Türen für Gäste schliessen. Der Hotelkonzern Accor Hotels will nur noch das Restaurant weiter betreiben, nicht aber den Beherbergungsbetrieb. Wie viele Personen ihre Stelle tatsächlich verlieren werden, gibt Accor derzeit nicht bekannt; die Rede ist von bis zu 270 Stellen, die abgebaut werden. Der Prozess sei gerade erst in die Wege geleitet worden. Bis anfangs Dezember dürfen zahlreiche Mitarbeitende ohne Job dastehen, unter ihnen auch Lehrlinge. Im bisherigen Hotel seien Business-Wohnungen geplant, wie der Blick weiterschreibt.

Die Schliessung des Swissôtels zeigt deutlich, dass im Zuge der Corona-Pandemie besonders der Städtetourismus vor grossen Herausforderungen steht. Deshalb forderte HotellerieSuisse bereits im Juli weitere Massnahmen für dessen Weiterentwicklung. Ein Postulat von Nationalrätin Simone de Montmollin (FDP/GE) will nämlich, dass der Bundesrat einen Masterplan zur Verbesserung der Rahmenbedingungen von MICE (Tagungen, Kongresse, Ausstellungen, Messen) und Grossveranstaltungen präsentiert. HotellerieSuisse, GastroSuisse und Expo Event begrüssen dieses Vorgehen. Doch für das Hotel in Oerlikon kommt diese Hilfe wohl etwas zu spät.

Der Masterplan soll Stossrichtungen zur Entwicklung des Standorts Schweiz beinhalten, damit MICE und Grossveranstaltungen auch in Zukunft international bestehen und einen Wettbewerbsvorteil erzielen können. Der Vorstoss von Nationalrätin de Montmollin fordert, dass der Bundesrat erste Stossrichtungen im Tourismusbericht des Seco 2021 vorlegt. MICE und Grossveranstaltungen sind für die städtischen Gebiete ein wesentlicher Teil ihrer Tourismusattraktivität. Die Schweiz ist traditionell ein idealer Standort für Messen, Events, Veranstaltungen internationaler Organisationen und Kongresse.

(NIM)