Hotellerie

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Die Jugendherbergen sind meist einfach eingerichtet, doch bieten sie alles was man für einen Aufenthalt braucht. Zudem ist die Stimmung gut und man trifft Leute von überall her. Bild: SJH

Familien entdeckten die Schweizer Jugendherbergen

Die Schweizer Jugendherbergen dürfen sich über das steigende Interesse an ihren Unterkünften von Familien freuen. Fern blieben diesen Sommer jedoch die Gruppen und Schulen in den Jugendherbergen. Dennoch hofft die Non-Profit Organisation auf ein gutes Herbstgeschäft.

Ein Blick auf das Sommergeschäft 2020 der Schweizer Jugendherbergen zeigt ein durchzogenes Bild und demonstriert die Auswirkungen der Corona-Krise auf unterschiedliche Art und Weise. Man könnte denken, da sehr viele Schweizerinnen und Schweizer diesen Sommer in ihrem eigenen Land Ferien gemacht haben, dass die Übernachtungszahlen der Schweizer Jugendherbergen nur gut aussehen können. Doch merkten auch diese das Fernbleiben der ausländischen Gäste. Insgesamt verzeichneten die Schweizer Jugendherbergen in den Monaten Juli und August 154'387 Logiernächte, was einer Abnahme von 20.2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Schwach war die Nachfrage für die städtischen Betriebe. Diese verzeichneten ein Minus von 44.9 Prozent der Logiernächte. Auch die Jugendherbergen in den Bergen und auf dem Land verzeichneten ein leichtes Minus von 9.7 Prozent der Logiernächte im Vergleich zum Vorjahr. Erfreulich hingegen war der deutliche Anstieg der Schweizer Gäste in den Jugendherbergen. Der Anteil Logiernächte von Schweizer Gästen lag bei 88.5 Prozent, was ein Anstieg von 20.1 Prozent zum Vorjahr bedeutet.

Für Janine Bunte, CEO der Schweizer Jugendherberge, eine Chance: «Wir freuen uns darüber, dass neben zahlreichen Stammgästen auch neue Kunden die Jugendherbergen entdecken. Insbesondere bei den Familien konnten wir eine Zunahme der Logiernächte von 28.6 Prozent verzeichnen. Wir haben die Gelegenheit genutzt, um mit unserem Produkt zu überzeugen und ein nachhaltiges Ferienerlebnis zu schaffen – natürlich mit dem Ziel, diese Neukunden langfristig für die Jugendherbergen zu gewinnen». Die Jugendherbergen sind mit ihrer Infrastruktur ideal auf Familienferien ausgerichtet und dank den Pauschalpreisen für Kinder auch noch preiswert. Obwohl die Schweizer Jugendherbergen im Sommer 2020 einen erfreulichen Zuwachs von Schweizer Gästen verzeichnen, kann dieser die fehlenden Gruppen und Gäste aus dem Ausland nicht kompensieren. Entsprechend gehen die Schweizer Jugendherbergen 2020 insgesamt von einem Rückgang der Logiernächte von 30 Prozent gegenüber Vorjahr aus.

Jugi's sind bereit für den Herbst und Winter

Bereits in den Sommerferien stellten die Schweizer Jugendherbergen ein sehr kurzfristiges Buchungs- und Reiseverhalten fest. Dies zeichnet sich auch für die kommenden Herbstferien ab. «Die Schweizer werden auch im Herbst vermehrt ihre Ferien im Inland verbringen. Es gehen laufend Buchungen ein, doch wir rechnen damit, dass viele sich relativ spontan nach dem Wetter richten werden», sagt Bunte. Hier komme das abwechslungsreiche Angebot zum Tragen: mit 52 Standorten in der ganzen Schweiz habe es für jeden Geschmack und jedes Bedürfnis die richtige Feriendestination dabei.

Ein besonderes Highlight erwartet die Gäste im kommenden Dezember, denn dann eröffnet in Laax mit dem wellnessHostel3000 das zweite Wellnesshostel im Netzwerk der Schweizer Jugendherbergen. Neben 158 Betten und dem neuen Aua Grava mit 25m-Hallenbad sowie vielfältigen Wellness-, Sport- und Fitnessangeboten auf mehr als 1800m2 verfügt das neue wellnessHostel3000 auch über ein Restaurant, eine Bar und eine eigene Gelateria. Weiter wird die Gültigkeitsdauer, des im Sommer 2020 erfolgreich lancierten Hostel Passes der Schweizer Jugendherbergen, aufgrund der erfreulichen Nachfrage um einen Monat bis Ende November verlängert. Der Hostel Pass bietet den Jugendherberge-Gästen Übernachtungen zum garantierten Fixpreis, unabhängig vom Reisedatum, der Aufenthaltsdauer, dem Standort oder der Klassifizierung der Jugendherberge. Alle Details zum Hostel Pass finden Sie hier.

(NIM)