Hotellerie

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In Tokyo haben die Reisenden die Möglichkeit bei einer Familie traditionelles japanisches Sushi herzustellen. Bild: Airbnb

Auf eine kulinarische Reise mit Airbnb

Mit der Lancierung der neuen Kategorie «Kochen», haben Reisende die Möglichkeit, auf authentische Weise die Zubereitung lokaler Köstlichkeiten des bereisten Landes zu erlernen. Ausserdem haben hundert Hobbyköche die Chance, eine Reise nach Italien zu gewinnen.

Die Wohnungsvermittlungs-Plattform Airbnb beschränkt sich schon längst nicht mehr nur darauf, Reisende mit einer passenden Unterkunft zu versorgen. Schon vor über zehn Jahren erkannten die Gründer Brian Chesky, Nathan Blecharczyk und Joe Gebbia den Wunsch ihrer ersten Gäste, wie ein Einheimischer in die Stadt einzutauchen und zeigten ihnen daraufhin ihre Lieblingsorte. Auch hier in der Schweiz bieten Gastgeber «Entdeckungen» seit dem Jahr 2018 an und haben so die Möglichkeit, noch mehr durch den Tourismus zu profitieren. Heute können Reisende in der Schweiz aus über 200 Entdeckungen wählen, weltweit sind es sogar über 40'000.

«Entdeckungen auf Airbnb gibt es seit Sommer 2018 auch in der Schweiz. Airbnb möchte Menschen ein besonderes Reiseerlebnis ermöglichen - nicht nur in Bezug auf die Unterkunft sondern auch auf das, was sie vor Ort erleben. Menschen mit einer besonderen Passion oder einem Talent können auf Airbnb eine Entdeckung anbieten und so Zugang zu einer internationalen Gäste-Community erhalten», sagt eine Airbnb Sprecherin auf Anfrage von Travelnews.ch. Jeder, der eine besondere Leidenschaft, ein Talent oder ein Interesse für etwas hat, kann eine Entdeckung auf Airbnb einreichen. Im Juni 2019 ist zudem Airbnb Adventures gestartet. Es ist eine Erweiterung von Entdeckungen, die Feriengästen einzigartige, mehrtägige Erlebnisse ermöglichen. Airbnb Adventures werden ebenfalls von einheimischen Experten angeboten aber erstrecken sich über mehrere Tage. In der Schweiz existiert das Angebot noch nicht.

Mit Entdeckungen auf Airbnb können lokale Experten einzigartige Aktivitäten auf der Plattform anbieten, die über herkömmliche Stadtrundfahrten oder Kurse hinausgehen, und so Reisenden authentische Erlebnisse in einer Destination ermöglichen. In der Schweiz sind zum Beispiel eine Ziegentrekking-Tour oder ein Gleitschirm-Tandemflug möglich. In anderen Teilen der Welt haben Gäste unter anderem die Möglichkeit, eine Reihe besonderer Erlebnisse wie zum Beispiel Plastik fischen in Amsterdam, eine Stand Up-Paddle Tour in London oder eine Reise in die Geschichte Portugals in der Hauptstadt Porto zu unternehmen. Nun lancierte Airbnb die neue Kategorie «Kochen». Es stehen über 3000 verschiedene Rezepte in 75 Ländern der Welt zur Auswahl – von Grosis Rezept bis hin zur traditionellen usbekischen Hausmannskost.

Die neue Kategorie bietet nicht nur den Reisenden die Möglichkeit die Kultur des bereisten Landes auf kulinarische Weise kennenzulernen sondern bewahrt auch die lokale Esskultur davor, zu verschwinden. Die Kochkurse werden unter anderem von lokalen Familien, Bauern oder Konditoren angeboten, welche die Bedeutung der Zubereitung und persönliche Geschichten mit den Gästen teilen. Jede Entdeckung wurde anhand von Kriterien überprüft, die sich am Konzept von «Slow Food» orientieren – einer Organisation, deren Mission darin besteht, das Verschwinden lokaler Esskulturen und -traditionen zu verhindern. So stellt Airbnb sicher, dass alle Gastgeber die Einzigartigkeit jedes Gerichtes durch ihre persönlichen Geschichten vermitteln und über eine tiefe Kenntnis der Herkunft und Tradition ihrer Küche verfügen.

Hundert Hobbyköche dürfen nach Italien

Zur Feier des Launchs dieser neuen Kategorie ist Airbnb auf der Suche nach den besten Hobbyköchen rund um den Globus. Auf sie wartet eine spannende Italien-Reise, auf der sie an der University of Gastronomic Sciences alles über den Mega-Trend «Slow Food» lernen. Die Universität liegt auf einem Landgut in Pollenzo, das als Unesco-Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde. Küchenchef David Chang und seiner Mutter Sherri, erklären, wie das eigene traditionelle Familienrezept verfeinert werden kann. Das persönliche Rezept wird dann in einem Kochbuch für Airbnb festgehalten, das voraussichtlich im nächsten Jahr erscheint.

Interessierte Hobbyköche können sich auf der Website von Airbnb bis zum 23. Dezember 2019 bewerben oder ihre Lieblings-Hobbyköche nominieren. Eine Jury aus Vertretern von Airbnb, «Slow Food» und der University of Gastronomic Sciences wählt schliesslich die 100 besten Köche aus. Die vier Kurse beginnen jeweils am 15., 22. und 29. Juni sowie 6. Juli 2020 und umfassen je 25 Plätze.

«Schon seit den allerersten Gästen, die auf Airbnb gereist sind, haben wir gesehen, wie wichtig das Teilen von Mahlzeiten und das gemeinsame Essen sind, um Kulturen zu entfalten und Verbindungen zu fördern. Durch die Koch-Entdeckungen auf Airbnb wollen wir die Tradition des Zusammenkommens, gemeinsamen Zubereitens und Teilen von Mahlzeiten zurückbringen und so dazu beitragen, einzigartige Rezepte zu bewahren, die in Familienküchen auf der ganzen Welt geteilt werden», erklärt Brian Chesky, CEO und Mitgründer von Airbnb.

(NWI)