Hotellerie

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Nur 2,20 Meter lang und 1,18 Meter hoch: trotzdem scheint das Capsule Hotel Lucerne gut anzukommen. Bild: capsule hotel

Expansionspläne des Luzerner Kapselhotels

Schlafen in der Kapsel ist beliebt. Schon 3000 Übernachtungen verzeichnet das Capsule Hotel Lucerne. Jetzt sollen neue Märkte erobert werden.

Das Luzerner Kapselhotel startete mit Verzögerung. Nachdem im November 2018 noch eine Bewilligung fehlte, ging das neuartige Hotelmodell erst im Februar 2019 richtig an den Start. Mit Erfolg: bisher behausten 3000 Gäste die 19 Schlafkapseln, wie die «Handelszeitung» erfahren hat.

Ein Drittel der Gäste stammt aus China, der Rest verteilt sich auf Gäste aus aller Welt. Bei jungen Individualreisenden scheint die Schlafgelegenheit gut anzukommen – auch der Preis mit rund 40 Franken.

Wie die Betreiber mitteilen, lägen mittlerweile zahlreiche Anfragen verschiedener Länder vor. Nun wollen sie expandieren. Die Rede ist von weiteren Standorten in der Schweiz, aber auch solchen in Deutschland, Spanien und Rumänien.

Bevors nun an die Expansion geht, wird aber eine alternative Bauweise in Betracht gezogen. Denn die bisherigen Prototypkapseln aus China wiesen Mängel auf, die Türen lottern. Ebenso ist der Aufbau sehr aufwendig.

Jetzt liegt den Betreibern eine Holzvariante einer Bündner Baufirma vor. Diese «Swiss-Capsule» sei schallgedämpft, lässt sich tapezieren und ist in wenigen Minuten aufgebaut.

Den Expansionsplan beschreiben die Capsule-Betreiber so: drei bis sechs Kapselhotels im Jahr 2020, dreissig bis fünfzig bis im Jahr 2025, ab 2025 dann eine weltweite Expansion.

Why not? In Zeiten von Overtourism, knappem Bettenangebot, könnte eine solche Idee stechen. Wenngleich man in der 2,20 Meter langen und lediglich 1,18 Meter hohen Kapsel keine Luftsprünge machen kann, für eine Kappe Schlaf reicht die Kapsel wohl ganz gut.

(TN)