Hotellerie

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Six Senses (im Bild: Das Six Senses Yao Noi in Thailand) ist nun ein Teil der Intercontinental Hotels Group. Bild: Six Senses

Intercontinental schnappt sich für 300 Millionen Dollar die Luxusmarke Six Senses

Die Intercontinental Hotels Group will damit besser gegen ihre Konkurrenten Hilton und Marriott ankommen, welche ihr Luxusportfolio zuletzt ebenfalls ausgebaut haben.

Die InterContinental Hotels Group (IHG) hat angekündigt, dass sie das Luxushotelunternehmen Six Senses Hotels Resorts Spas für 300 Millionen US-Dollar in Cash (umgerechnet knapp 302 Millionen Franken) übernommen wird. Gekauft wird das Unternehmen von der Private-Equity-Firma Pegasus Capital Advisors; der Kauf umfasst alle Marken und Betreibergesellschaften von Six Senses, worunter das Management von aktuell 16 Hotels & Resorts mit insgesamt 1347 Zimmern sowie 37 Spas fällt, sowie das Management der Marken Evason und Raison d'Être. Die Immobilien selber gehören aber nicht zum Kauf. Das aktuelle Management von Six Senses soll seine Posten behalten.

«Six Senses ist eine hervorragende Marke im obersten Luxussegment, welche wir seit langem bewundern», wird Keith Barr, der CEO der IHG, bei «Reuters» zitiert. Durch den Kauf wächst das Luxusmarkenportfolio von IHG auf insgesamt 400 Häuser mit 108'000 Zimmern an. Weitere bekannte Brands unter dem Dach von Intercontinental sind etwa Holiday Inn, Crowne Plaza oder Kimpton. Vor allem gelingt damit ein Coup gegen die anderen Giganten Marriott und Hilton, welche zuletzt ebenfalls auf Akquisitionstour im Luxussegment waren.

Das Ziel sei nun, mit der Marke Six Senses weiter stark zu expandieren. Nebst den bestehenden 16 Hotels besitzt Six Senses bereits Management-Verträge für weitere 18 Häuser, die in Entstehung sind; darüber hinaus sollen Diskussionen mit bis zu 50 weiteren Kandidaten geführt werden. Innerhalb der kommenden zehn Jahre soll Six Senses rund 60 Häuser weltweit unter Vertrag haben, so der IHG-Plan. Aktuell ist Six Senses vor allem für seine Häuser auf den Malediven, den Seychellen, in Thailand, Vietnam, Oman oder Portugal bekannt; künftig sollen auch vermehrt Stadthotels zum Portfolio stossen, etwa in New York. Allein in den kommenden 12 Monaten wird Six Senses Häuser in Kambodscha, Bhuta und Rajasthan (Indien) eröffnen; in der Pipeline sind zudem Projekte in der Schweiz, in Österreich, Brasilien, China, Spanien, Taiwan und Thailand.

Auch Neil Jacobs, CEO von Six Senses Hotels Resorts Spas, freut sich über den Deal: «Durch das Zusammengehen mit IHG erhalten wir Zugriff auf zahlreiche Systeme und können unsere Marke bedeutend ausbauen. Wir erhalten Zugang zu Märkten, die wir bisher nicht bearbeitet haben, und müssen dabei nicht auf unseren eigenen Charakter verzichten.»

(JCR)