Hotellerie

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Das Hapimag-Resort in Marrakesch – eine von total 60 Ferienanlagen des Timesharing-Anbieters. Bild: Hapimag

Hapimag verbessert Gästezahl – und Haussegen

Im vergangenen Jahr konnte das Timesharing-Unternehmen aus Steinhausen ZG die Gästezahl auf 415'000 steigern – ein Rekord. Auch der Draht zu den einst verstimmten Aktionären hat sich verbessert.

Nach turbulenten Jahren und Misstönen seitens der Aktionäre kommt Hapimag immer besser in Fahrt. Der Feriendienstleister aus dem Kanton Zug mit total 60 Gästeunterkünften konnte im vergangenen Jahr den Umsatz um 9 Prozent steigern und mit 415'000 Gästen einen neuen Rekord verzeichnen.

Seit 2016 ist Hassan Kadbi CEO der Hapimag AG, er sagt zum vergangenen Jahr: «2018 war für die Hapimag ein ereignisreiches Jahr. Wir haben ein neues Resort in Cavallino-Treporti eröffnet, grössere Renovierungsprojekte abgeschlossen und intensiv an der Verbesserung unserer Servicequalität gearbeitet. Nun sehen wir das Ergebnis: Mehr Gäste, mehr Umsatz und eine hohe Gästezufriedenheit, was sich auch in zahlreichen HolidayCheck Awards zeigt.» 20 Hapimag Resorts wurden von der Bewertungsplattform HolidayCheck mit einem Award ausgezeichnet. Am besten bewertet wurden dabei die Resorts in Marbella (ESP), Pentolina (IT) und Ascona (CH).

Die durchschnittliche Belegung stieg auf 72,4 Prozent (Vorjahr: 71,8 Prozent). Der Umsatz aus den Resorts stieg zudem um rund 9 Prozent. Für Hassan Kadbi stehen für das Jahr 2019 die Digitalisierung sowie die Neukundengewinnung im Fokus – und die Pflege eines guten Drahtes zu den Aktionären.

Mit einer Charme-Offensive

Während bei anderen Unternehmen Generalversammlungen zur Proforma-Übung verkommen, sind die GVs bei Hapimag traditionell sehr kontrovers. Schliesslich sind die 130'000 Aktionäre auch die Gäste in den Ferienresorts. Zwar steht noch immer die Forderung der Aktionäre im Raum, auch Einblick in die Geschäftszahlen der einzelnen Ressorts zu gewinnen – der Verwaltungsrat wehrt sich aus Konkurrenzgründen aber dagegen. Ansonsten hat sich der Haussegen zwischen Unternehmen und Aktionären in den letzten zwei Jahren deutlich verbessert.

Mit ein Grund: eine Charme-Offensive. CEO Kadbi pflegt einen deutlich regeren Austausch zu allen Stakeholdern als seine Vorgängerin. Und er scheut sich auch nicht per Smartphone Interviews mit seinen Mitarbeitern zu führen und diese auf Social Media zu stellen – ein Schritt in die Moderne, der vor drei Jahren beim 55 Jahre alten Unternehmen wohl noch undenkbar gewesen wäre.

(GWA)