Hotellerie

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Das Datenleck soll seit 2014 bestehen, wurde aber erst anfangs September 2018 bemerkt. Bild: Marriott

Marriott: Daten von 500 Millionen Kunden gestohlen

Die Hotelkette wurde Opfer eines schweren Hacker-Angriffs. Unbekannte erbeuteten Namen, Adressen sowie Pass- und Kreditkartennummern von bis zu einer halben Milliarde Hotelgästen.

Riesen-Panne bei der Hotelkette Marriott International: Wie die Hotelgruppe am heutigen Freitag mitteilte, wurde die Reservationsdatenbank der zur Kette gehörenden Starwood-Hotels von Unbekannten gehackt. Das Datenleck soll seit 2014 bestehen, wurde aber erst Anfang September 2018 während einer internen Untersuchung bemerkt.

Das Ausmass des Hacks ist gewaltig: Daten von bis zu 500 Millionen Marriott-Kunden wurden gestohlen. Darunter Namen, Adressen, Passnummern, Geburtsdaten und sogar teils verschlüsselte Kreditkartendaten. «Wir bedauern der Vorfall sehr», sagt Marriott-CEO Arne Sorenson, «wir tun alles, was wir können, um unsere Kunden zu unterstützen.»

Die US-Behörden seien eingeschaltet worden und untersuchen den Vorfall. Die unmittelbaren Auswirkungen auf das Geschäft seien aber noch nicht absehbar. Für betroffene Kunden hat Marriott nun eine Webseite und eine Hotline eingerichtet. Zusätzlich wurden am heutigen Freitag alle Kunden in der Datenbank per E-Mail benachrichtigt. Erst kürzlich hatten auch die Fluggesellschaft British Airways und Cathay Pacific sowie die Accor-Tochter Fastbooking mit einem Hacker-Angriff zu kämpfen.  

(YEB/nau.ch)