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Bild: Tourism Ireland by Chris Hill Photographic

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Vom Binge Watching vor dem Fernsehen direkt auf die grüne Insel für eine Auszeit: Die Netflixserie «How to Get to Heaven from Belfast» zeigt nur einen Vorgeschmack auf das echte Nordirland – dort, wo Murals Geschichte zeichnen, Glasfenster von Drachen erzählen und die Titanic-Saga lebendig bleibt.

Wie man von Belfast in den Himmel kommt

Wer die neue NetflixSerie «How to Get to Heaven from Belfast» einschaltet, landet mitten in einer irischen Odyssee voller Humor, Herz und überraschender Wendungen – und gleichzeitig mitten in Nordirland.

Drei Freundinnen, deren Leben anders verlaufen ist als geplant, begeben sich auf eine Reise, die sie tief in ihre Vergangenheit und quer durch die Insel führt. Während die irischen Landschaften in sanften Bildern über den Bildschirm gleiten, scheint der Himmel gar nicht so weit weg von Belfast zu sein.

Nordirland ist immer wieder Schauplatz von TV-Produktionen. Bild: Tourism Ireland

Belfast: Outdoor‑Galerie der Murals

Aber die Geschichten des Lebens spielen in Belfast nicht nur im Fernseher, sondern auch auf den Wänden der Stadt. Die legendären Murals, riesige Wandmalereien, einst Spiegel der «Troubles», sind heute eine wachsende OpenAirGalerie, die vom Hungerstreik der 1980er-Jahre, von Nelson Mandela bis zu Fussballikone George Best erzählt. Auf einer Tour mit den traditionellen Black Taxis berichten Fahrende, die die Zeit der Konflikte selbst erlebt haben, persönlich von diesen bewegenden Geschichten.​

Die Belfast Murals erzählen unzählige Geschichten. Bild: Tourism Ireland by Richard Watson

Wer es lieber im eigenen Tempo mag, lädt sich einen aktuellen Stadtplan der Street‑Art‑Hotspots herunter und streift durch Viertel wie das Cathedral Quarter, wo sich Mythologie, Comic‑Art und zeitgenössische Kunst überlagern. Aus politischen Statements ist eine lebendige urbane Kunstszene geworden, die zeigt, wie sehr Belfast in eine neue Zukunft aufgebrochen ist.

Zwischen Glas und Drachen: Game of Thrones in Belfast

Fans von Game of Thrones kennen Nordirland schon lange als eine Zuflucht aus dem Alltag. In Belfast selbst knüpft der «Glass of Thrones Fan Trail» an diese Verbundenheit an: Entlang der Ufer im Titanic Quarter stehen sechs monumentale Buntglasfenster, die die grossen Häuser von Westeros, die White Walkers und natürlich den Thron ins Licht setzen.​

Von der Belfast City Hall über das ICC Belfast und den Lagan Weir bis zur SSE Arena und Titanic Belfast spannt sich dieser Spaziergang durch die Welt der Serie – ideal, um Szenen Revue passieren zu lassen und zugleich eines der spannendsten Viertel der Stadt zu erkunden. Ergänzt wird die Glasroute durch geschnitzte Türen und einem riesigen Wandteppich, zu sehen im Ulster Museum, die ikonische Momente der Serie verewigen und über die ganze Region verteilt sind. Sie sind auch ausserhalb der Hauptstadt zu finden, so lernt man automatisch das ganze Land kennen.

Naturwunder & Eco‑Abenteuer: Strangford Lough und County Down

Nur einen Sprung von Belfast entfernt wartet eine ganz andere Kulisse, die es nur selten auf die Leinwand schafft: der Strangford Lough, eines der artenreichsten Gewässer Europas und Teil einer Area of Outstanding Natural Beauty, Teil des Mourne Gullion Strangford UNESCO Global Geoparks. Das Strangford Lough Activity Centre bietet neue Eco‑Bootstouren an, begleitet von einer Meeresbiologin, bei denen Besuchende Delfine, CongerAale‑ oder Seeteufel entdecken und zugleich lernen, wie sensibel dieses Ökosystem ist.​ Dieses Gewässer bezaubert auch ohne Popcornkrümmel auf dem Sofa.

Wer dennoch sich dennoch von zuhause aus ein Bild der Gegend verschaffen möchte, schaltet am besten wieder bei Game of Thrones ein: das Castle Ward liegt in der Nähe von Strangford Lough und diente mitsamt Anwesen als Residenz von Haus Stark, bevor sie von den Boltons eingenommen wurde.

Die weiten der Insel sind auch abseits des Bildschirms verzaubernd. Bild: Tourism Ireland

Die Ruine aus dem 16. Jahrhundert mit ihren Zinnentürmen war der Drehort für Winterfell und seinen Innenhof. Auch der verfluchte Wald, der Tollymore Forest Park, liegt gleich um die Ecke. Er ist mit seinen 630 Hektaren einer der schönsten Waldparks der Insel und liegt direkt am Fusse der Mourne Mountains, dem höchsten Gebirgszug in Nordirland.

Wenn Geschichte zum Erlebnis wird

Berühmt ist Belfast aber nicht nur aus aktuellen TV- und Streaminghits, sondern auch aus Klassikern. Denn immerhin ist Belfast der Ort, an dem die Titanic gebaut wurde und somit der tragischen Liebesgeschichte von Rose und Jack die Bühne erschuf. Heute steht im Titanic Quarter, auf dem historischen Gelände der einst weltberühmten Werft Harland & Wolff, ein ikonisches Gebäude: Das Titanic Belfast. Das mehrfach ausgezeichnete Besuchendeerlebnis erzählt auf sechs Etagen die Geschichte des berühmtesten Schiffs der Welt – von der Industriemetropole über den Bau des Ozeanliners bis zur Jungfernfahrt und ihren Folgen.​

Der Kreissaal der Titanic ist in Belfast. Bild: Tourism Ireland by Chris Hill Photographic

Interaktive Ausstellungen, Projektionen, ein Unterwasserkino und die restaurierte SS Nomadic machen aus dem Museumsbesuch eine Reise durch Raum und Zeit. Draussen erinnern die Gelbkräne Samson & Goliath, neue Promenaden, Kunstinstallationen und Eventlocations daran, dass Belfast sich vom Werftengiganten zur kreativen, selbstbewussten Stadt am Wasser gewandelt hat.

Vom Serienmoment zur eigenen Story

Ob man nun wegen einer Netflixserie, wegen Game of Thrones oder wegen der legendären Murals nach Nordirland reist – vor Ort entsteht schnell eine eigene Geschichte. Zwischen Eco-Bootstouren am Strangford Lough, Spaziergängen durch das Titanic Quarter, LiveMusik im Cathedral Quarter und spontanen Gesprächen im Pub verschwimmen die Grenzen zwischen Kulisse und Wirklichkeit. Aber in Belfast und Nordirland entscheidet niemand ausser einem selbst, wann die nächste Folge beginnt.

(TN)