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Rettungskräfte und Anwohner räumen im Südosten Brasiliens nach heftigen Regenfällen Schlamm und Trümmer weg. Bild: Screenshot CNN Brasil

Überschwemmungen im Südosten von Brasilien

Heftige Regenfälle haben im Südosten Brasiliens schwere Überschwemmungen verursacht. Die Behörden melden zahlreiche Todesopfer und warnen vor weiteren Niederschlägen.

Heftige Regenfälle haben im Südosten Brasiliens schwere Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Minas Gerais, wo nach Behördenangaben mindestens 22 Menschen ums Leben kamen. Allein in der Grossstadt Juiz de Fora wurden bislang 16 Todesopfer bestätigt. Einsatzkräfte suchen weiterhin nach Dutzenden Vermissten, wie das Nachrichtenportal «G1» unter Berufung auf die Stadtverwaltung berichtete.

Die Stadt rief den Katastrophenfall aus, setzte den Unterricht an kommunalen Schulen aus und evakuierte zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner aus gefährdeten Gebieten. Mehr als 400 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Feuerwehr, Zivilschutz und Rettungskräfte sind im Dauereinsatz, um Verschüttete zu suchen und beschädigte Infrastruktur zu sichern.

Auch in der rund 100 Kilometer entfernten Stadt Ubá forderten die Unwetter Todesopfer. Dort trat ein Fluss über die Ufer und überflutete zentrale Strassen. Die hügelige Landschaft der Region erhöht bei Starkregen das Risiko von Erdrutschen erheblich.

Nach Angaben der Stadtverwaltung handelt es sich um den regenreichsten Februar seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Weitere Niederschläge sind angekündigt, weshalb die Behörden vor zusätzlichen Gefahren warnen. Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ordnete die Mobilisierung nationaler Hilfskräfte an und sprach den betroffenen Familien sein Beileid aus.

(TN)