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Bald ein Verkaufsverbot für Alkohol in Split?
Die kroatische Küstenstadt Split geht seit Jahren gegen den exzessiven Tourismus vor. Der insbesondere bei jüngeren Personen beliebte Küstenort an der dalmatinischen Küste hatte 2023 strengere Regeln für Touristinnen und Touristen verabschiedet: Öffentlicher Konsum von Alkohol im historischen Zentrum der Stadt wurde verboten, genauso wie öffentliches Urinieren und das Schlafen in öffentlichen Pärken. Bei einem Verstoss winken Bussen von 300 Euro.
Nun geht die Stadt noch einen Schritt weiter und will drastische Massnahmen gegen ausufernde Partys in der historischen Altstadt unternehmen. Damit die Einheimischen nicht länger der Belästigungen durch betrunkene Touristinnen und Touristen, die sich um die zahlreichen Clubs und Geschäfte in der Altstadt scharen, ausgesetzt sind, hat der Bürgermeister Tomislav Suta ein Alkoholverkaufsverbot zwischen 20 Uhr und 6 Uhr morgens vorgeschlagen.
Er begründet seinen Vorstoss mit inakzeptablem Verhalten, das die Sicherheit und den Frieden der Anwohner gefährdet. Das Verbot bezieht sich hauptsächlich auf Spirituosenläden und Geschäfte, in der Gastronomie ändert sich wenig. In Bars und Restaurants würden zwar strengere Regeln geltend gemacht, aber es könnten noch immer alkoholische Getränke genossen werden.
Split möchte weg vom Image einer Party-Destination und stattdessen Kultur und Natur in den Fokus rücken. Die neuen Massnahmen sollen einen bewussten Alkoholkonsum fördern und nicht den Spass verderben. Bereits diesen Sommer sollen die neuen Regeln in Kraft treten.