Here & There
Kanada-Fans aufgepasst: Diese Highlights warten 2026
Kanada gehört seit Jahren zu den vielseitigsten Reisezielen der Welt – nicht nur wegen seiner spektakulären Landschaften, sondern auch aufgrund seiner Fähigkeit, Naturerlebnisse, kulturelle Vielfalt und nachhaltige Konzepte miteinander zu verbinden. 2026 zeigt sich das Land besonders experimentierfreudig: Neue touristische Angebote verbinden Citizen Science mit Storytelling, indigene Wissenssysteme mit moderner Technologie und urbane Entwicklung mit ökologischer Renaturierung.
Neuer Inselpark an Torontos Waterfront
Mit der Eröffnung der zweiten Phase des Biidaasige Park im Frühjahr 2026 erhält Toronto einen neuen urbanen Naturraum. Auf der neu geschaffenen Insel Ookwemin Minising entsteht auf rund 40 Hektar eine Verbindung aus Grünflächen, Wasserzugang und nachhaltiger Stadtentwicklung. Möglich wurde das Projekt durch die Renaturierung der Don-River-Mündung – ein international beachtetes Umweltvorhaben.
Der Park würdigt zugleich das indigene Erbe der Region und macht Geschichte im öffentlichen Raum erlebbar. Spazierwege entlang des Wassers, neue Freizeitflächen und ökologische Lebensräume verwandeln die Waterfront in einen zukunftsweisenden urbanen Begegnungsort.
Sternenhimmel aus indigener Perspektive in Saskatchewan
Südlich von Saskatoon eröffnet das Dakota Dunes Resort eine neue Dimension der Sternenbeobachtung. Im acht Meter hohen Cosmic Dome verschmelzen moderne Astronomie und das Sternenwissen der Dakota Nation zu einer immersiven Erzählung über das Universum.
Projektionen, Geschichten und wissenschaftliche Erkenntnisse verbinden sich mit spirituellen Perspektiven indigener Kulturen. Ergänzend erleben Gäste teleskopisches Sternegucken unter freiem Himmel – inklusive Bannock am Lagerfeuer und traditionellem Storytelling.
Citizen Science am Atlantik: «Hello Humpback»
Vor der Küste von Newfoundland and Labrador verbindet das neue digitale Projekt «Hello Humpback» Naturerlebnis mit Forschung. Besucher laden Fotos von Buckelwalen hoch und erfahren anhand der individuellen Flukenzeichnung den Namen und die Geschichte des Tieres.
Die Kooperation mit der Forschungsplattform Happywhale macht Walbeobachtungen wissenschaftlich nutzbar. Bereits im ersten Jahr stieg die Zahl dokumentierter Sichtungen um mehr als 200 Prozent – ein Beispiel dafür, wie Tourismus aktiv zum Naturschutz beitragen kann.
Frühling im Great Bear Rainforest
Im abgelegenen Klemtu in British Columbia kündigt die indigene Spirit Bear Lodge eine besondere Rückkehr an: Ab 2027 wird erstmals seit 2019 wieder eine Frühlingssaison angeboten – eine Entwicklung, die bereits 2026 verstärkt Aufmerksamkeit auf die Region lenkt.
Während im Herbst der seltene Spirit Bear im Mittelpunkt steht, zeigt sich der Regenwald im Frühling dynamisch: Grizzlys erwachen aus dem Winterschlaf, Wasserfälle führen Schmelzwasser, und Wale sowie Zugvögel kehren zurück. Die Lodge gilt als Vorreiter nachhaltigen Tourismus – jeder Aufenthalt unterstützt direkt Naturschutzprojekte.
Nordlichter deluxe: Expedition in die Arktis
Mit der Northern Lights Odyssey präsentiert die Blachford Lodge 2026 eine exklusive Reise für Fotografie-Enthusiasten. Die Kleingruppenexpedition verbindet Iqaluit in Nunavut mit der abgelegenen Wildnis am Blachford Lake.
Neben Workshops zur Polarlichtfotografie stehen Schneeschuhwanderungen, Schneemobiltouren und Begegnungen mit indigener Kultur auf dem Programm. Dank minimaler Lichtverschmutzung zählen beide Regionen zu den besten Aurora-Beobachtungsorten weltweit.
Kultur trifft Technologie in Québec City
Québec City erweitert sein kulturelles Angebot mit dauerhaften immersiven Installationen. Die Licht- und Klangshow «AURA», entwickelt vom Studio Moment Factory, verwandelt die Kirche Saint-Roch in ein multimediales Gesamtkunstwerk.
Ergänzt wird das Erlebnis durch «Echo» im Sanctuaire Sainte-Anne-de-Beaupré, wo Projektionen und Musik Architektur neu interpretieren. Beide Produktionen zeigen, wie Kanada kulturelles Erbe mit moderner Technologie verbindet.
Weitere neue Highlights 2026 im Überblick
- Oak Island (Nova Scotia): Die legendäre Schatzinsel ist wieder im Rahmen geführter Touren zugänglich.
- Ptarmigan Ptour, Churchill (Manitoba): Neue Vogelbeobachtungsreise in einer einzigartigen Übergangszone zwischen Tundra, Meer und borealem Wald.
- Frobisher Inn, Iqaluit: Das traditionsreiche Hotel wurde umfassend modernisiert und dient als komfortables Tor zur Arktis.
- Squamish Canyon (British Columbia): Ein erhöhtes Boardwalk-System führt durch Regenwald und Canyonlandschaft im UNESCO-Biosphärenreservat Howe Sound – barrierearm und ökologisch sensibel gestaltet.
Bewährte Klassiker bleiben unverzichtbar
Neben den Neuheiten prägen etablierte Attraktionen weiterhin Kanadas touristische Identität. Dazu gehören:
- The Great Trail, mit 24'000 Kilometern das längste Wegenetz der Welt – von urbanen Zentren bis in die Wildnis des Yukon.
- Die Kulturinstitutionen Ottawas, darunter National Gallery und Canadian Museum of Nature, die Kanadas Geschichte und Arktis erfahrbar machen.
- Das Royal BC Museum in Victoria mit bedeutender Kunst der First Nations.
- Montréal mit seinem Festivalgelände im Parc Jean-Drapeau und einer lebendigen Kulturszene.
- Die wieder zugänglichen Chaudière Falls in Ottawa, die Naturerlebnis und indigene Geschichte verbinden.