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Der Flughafen von St. Helena bleibt wegen Sicherheitsmängeln vorerst geschlossen. Bild: Urs Steiner

Flughafen auf Atlantikinsel St. Helena steht still

Auf der abgelegenen Atlantikinsel St. Helena geht nichts mehr: Wegen mangelnder Sicherheitsstandards fällt der Flugbetrieb bis mindestens 20. Februar 2026 aus. Für Einheimische und Reisende bedeutet das eine unfreiwillige Isolation, denn Alternativen gibt es kaum.

Wer eine Reise auf die abgelegene Atlantikinsel St. Helena geplant hat – oder sich bereits dort befindet – braucht derzeit starke Nerven: Der örtliche Flughafen kann laut Mitteilung der Regionalregierung bis mindestens 20. Februar 2026 nicht regulär betrieben werden. Nach Angaben der zuständigen Behörden können zentrale Feuerwehrkapazitäten und damit verbundene Sicherheitsstandards aktuell nicht vollständig gewährleistet werden.

Wie viele Menschen derzeit auf der Insel festsitzen, ist unklar. Auf St. Helena leben rund 4000 Personen, hinzu kommen einige Touristinnen und Touristen. Auch der Schweizer Veranstalter Ship'N'Train Travel bietet Reisen auf das entlegene Eiland an. Alternativen zur An- und Abreise sind rar: Kreuzfahrtschiffe legen nur sporadisch an. Zudem erreicht etwa einmal pro Monat ein Frachter die Insel.

Unter normalen Umständen ist St. Helena per Flug von Johannesburg aus erreichbar. Die südafrikanische Airline Airlink bedient die Strecke in der Regel ein- bis zweimal pro Woche.

St. Helena, ein britisches Überseegebiet, liegt rund 1800 Kilometer westlich der angolanischen Küste und zählt zu den isoliertesten bewohnten Regionen der Welt. Bekannt ist die Insel vor allem als letzter Verbannungsort von Napoléon Bonaparte, der hier seine letzten sechs Lebensjahre verbrachte.

(TN)