Here & There
Hier schlagen Taschendiebe weltweit am häufigsten zu
Zwischen Selfies vor weltberühmten Attraktionen und gemütlichen Restaurantbesuchen lauert in den Ferien eine Gefahr, die viele unterschätzen: professionelle Taschendiebe. Ein kurzer Rempler – und Sekunden später ist das Portemonnaie verschwunden.
Was wie eine Filmszene klingt, gehört in vielen Metropolen zum Alltag. Gerade an berühmten Sehenswürdigkeiten oder in vollen U-Bahnen nutzen Taschendiebe den Moment der Ablenkung gnadenlos aus.
Eine aktuelle Untersuchung des Gepäckaufbewahrungs-Anbieters Radical Storage hat nun beleuchtet, wo Reisende besonders häufig Opfer von Diebstahl, Betrug oder Raub werden. Dafür wurden über 13'000 englischsprachige Google-Bewertungen aus dem Zeitraum Oktober 2024 bis November 2025 ausgewertet.
Berücksichtigt wurden 100 Städte aus dem renommierten «Top 100 City Destinations Index». Die Analysten filterten gezielt Begriffe wie «Pickpocket», «Robbery» oder «Fraud» heraus und schlossen Städte mit zu wenigen Bewertungen aus. Das Resultat: ein aufschlussreiches Stimmungsbild darüber, wo sich Touristinnen und Touristen sicher fühlen können – und wo eher nicht.
Wo Langfinger lauern – und wo es entspannter bleibt
An der Spitze des wenig schmeichelhaften Rankings steht die französische Hauptstadt Paris. Kein Wunder: Millionen Menschen strömen jährlich zu Eiffelturm und Montmartre, dichtes Gedränge gehört hier zum Alltag.
Auf Platz zwei folgt Italiens Hauptstadt Rom. Überfüllte Plätze und stark frequentierte Verkehrsknotenpunkte schaffen ideale Bedingungen für Langfinger. Die katalanische Metropole Barcelona komplettiert die Top drei. Besonders entlang der Flaniermeile Las Ramblas ist erhöhte Aufmerksamkeit gefragt.
Interessant ist auch der Blick auf andere Delikte neben Taschendiebstählen: Raubüberfälle werden laut Analyse am häufigsten in Orlando im US-Bundesstaat Florida erwähnt, während die indische Hauptstadt Neu-Delhi bei Betrugsfällen hervorsticht.
Dass es auch anders geht, zeigen unter anderem Zürich, die peruanische Hauptstadt Lima, die südfranzösische Metropole Nizza und Vietnams Hauptstadt Hanoi. Diese Städte tauchen in den Google-Bewertungen nur ganz selten im Zusammenhang mit Diebstahl auf. Viele Reisende berichten dort von entspannten und sicheren Aufenthalten.
Wichtig bleibt die Einordnung: Die Studie misst nicht die tatsächliche Kriminalitätsrate, sondern die Wahrnehmung von Reisenden. Dennoch zeigt sie deutlich, dass gerade stark frequentierte Metropolen ein erhöhtes Risiko für Kleindelikte bergen. Wer aufmerksam bleibt, Wertsachen nah am Körper trägt und sich nicht ablenken lässt, kann seine Städtereise aber weiterhin entspannt geniessen.