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Seltenes Bild in Kuba: Kalter Wind und aufgewühlte See begleiten die ungewöhnliche Kältewelle in der Karibik. Bild: Screenshot Youtube / MBN News

Kältewelle in der Karibik

Frost im Ferienparadies: Eine ungewöhnliche Kältewelle hat in mehreren Ländern der Karibik und Mittelamerikas für rekordtiefe Temperaturen gesorgt.

Während sich viele Schweizerinnen und Schweizer die Karibik als Garant für tropische Wärme vorstellen, hat eine ungewöhnliche Kältewelle nun selbst erfahrene Meteorologen überrascht.

In Kuba wurde laut dem «Weather Channel» erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen der Gefrierpunkt erreicht: Die Messstation Indio Hatuey registrierte am 3. Februar 2026 eine Tiefsttemperatur von 0 Grad Celsius – ein neuer nationaler Rekord.

Zuvor hatte der kälteste Wert bei rund 0,5 Grad gelegen und stammte aus dem Jahr 1996. Berichten zufolge bildete sich sogar Frost auf landwirtschaftlichen Flächen, ein äusserst seltenes Phänomen für die Insel.

Auch andere Länder betroffen

Kuba blieb aber nicht allein. Auch in anderen Teilen der Karibik und Mittelamerikas purzelten Temperaturrekorde. Auf den Bahamas wurde mit lediglich rund 11 Grad die niedrigste jemals gemessene Tageshöchsttemperatur verzeichnet.

In Guatemala wurde ein historischer Tiefstwert eingestellt, während eine Bergstation in El Salvador einen neuen Februarrekord meldete. Belize wiederum erlebte die kälteste Nacht seit Jahrzehnten.

Auslöser war ein kräftiger Kaltlufteinbruch, der zuvor bereits den Osten der USA erfasst hatte und bis nach Florida für ungewöhnlich niedrige Temperaturen sorgte. Solche arktischen Fronten erreichen zwar gelegentlich die Karibik, doch die aktuelle Intensität gilt als aussergewöhnlich. Begleitet wurde die Wetterlage von starken Winden, die in Havanna Meerwasser über die Uferpromenade drückten und mehrere Strassen überfluteten.

(TN)