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Fast 90 Prozent derjenigen, die KI für ihre Reiseplanung nutzen, greifen auf ChatGPT zurück. Bild: Adobe Stock

Immer mehr Schweizer planen ihre Ferien mit KI

Mehr als 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen KI für ihre Ferienplanung – Tendenz steigend. Etablierte Informationsquellen wie Reisebüros, Reiseführer oder Blogs könnten zunehmend an Bedeutung verlieren.

Aus einer repräsentativen Studie von Yougov Schweiz, einem Markt- und Sozialforschungsinstitut, geht hervor, dass bereits über 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung künstliche Intelligenz für ihre Reiseplanung nutzen. Bei den unter 45-Jährigen sind es sogar 29 Prozent.

Dabei kommen vor allem Tools wie Chat GPT, Google Gemini oder Microsoft Copilot zum Einsatz, wobei Chat GPT mit 88 Prozent Nutzung klar dominiert. Spezialisierte KI-Reisetools finden bislang kaum Anklang in der Bevölkerung.

66 Prozent der Befragten lassen sich Aktivitäten vorschlagen, 45 Prozent Destinationen und 43 Prozent Routen – KI dient also vor allem als Ideenquelle. Klassische Planungsschritte wie Flugsuche oder Preisvergleiche werden derzeit noch seltener mit künstlicher Intelligenz abgewickelt. Etablierte Informationsquellen wie Reiseführer, Blogs oder Reiseveranstalter könnten an Bedeutung verlieren, vermutet Yougov Schweiz.

«Reise-Entscheidungen erfolgen zunehmend auf Basis kuratierter Vorschläge. Damit wächst die Nachfrage nach hyperpersonalisierten, interessenbasierten Erlebnissen», sagt Michelle Koller, Research Consultant bei Yougov Schweiz. Nutzer wählen zunehmend aus vorgeschlagenen Optionen aus, anstatt Reisen vollständig selbst zu recherchieren. Befragt wurden 1239 Schweizerinnen und Schweizer zwischen 15 und 79 Jahren.

(TN)