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So lernt die Schweiz 2026 Sprachen
Für Schweizerinnen und Schweizer bleiben Sprachreisen auch in diesem Jahr eine der beliebtesten Möglichkeiten, Ferien und Lernen mit internationaler Erfahrung zu verbinden. Aktuelle Auswertungen von EF Education First zeigen: Die Nachfrage bleibt über alle Altersgruppen hinweg hoch – getragen vom Wunsch nach globaler Mobilität, praxisnahen Sprachkenntnissen und kulturellem Austausch.
Einer der auffälligsten Trends betrifft die Demografie der Reisenden. Während früher vor allem Maturanden und Studierende die Sprachschulen bevölkerten, boomen heute Sprachaufenthalte in der Lebensmitte. In der Altersgruppe 46+ ist die Nachfrage in der Schweiz in den vergangenen sieben Jahren um beachtliche 61 Prozent gestiegen.
«Sprachaufenthalte haben sich längst über eine bestimmte Altersgruppe hinausentwickelt. Was unsere Teilnehmenden verbindet, sind Neugier, Offenheit und der Wunsch, eine andere Kultur von innen heraus zu erleben», sagt Sophie Holenstein, Geschäftsführerin von EF Schweiz.
Bewährte Klassiker und Hype-Ziele
Trotz neuer Trends bleibt die Dominanz der englischen Sprache ungebrochen. Die Schweiz setzt dabei auf eine Mischung aus europäischer Erreichbarkeit und transatlantischem Lifestyle: Malta, London und Miami sind 2026 die drei meistgewählten Destinationen für Englisch-Sprachaufenthalte.
Doch nicht nur Englisch steht hoch im Kurs. Auch die Nähe zur Westschweiz und die Liebe zur französischen Lebensart schlagen sich in den Zahlen nieder: Französisch-Sprachaufenthalte sind bei Schweizerinnen und Schweizern weiterhin sehr beliebt, wobei Nizza als Destination die Rangliste klar anführt.
Ein regelrechter Hype ist im asiatischen Raum spürbar. Getrieben durch das globale Phänomen der «Hallyu» (koreanische Welle) sowie die ungebrochene Faszination für Japan, verzeichnen Tokio und Seoul ein Rekordwachstum. In der Schweiz ist das Interesse an diesen beiden Metropolen in den vergangenen sieben Jahren um 63 Prozent gestiegen.
«Wir sehen, dass sich Lernende immer häufiger für Destinationen entscheiden, zu denen sie eine emotionale und kulturelle Verbindung haben – nicht nur eine sprachliche. Musik, Film, Mode und zeitgenössische Kultur spielen eine zentrale Rolle», erklärt Sophie Holenstein. Besonders Anime, Manga, K-Pop und K-Dramas fungieren hierbei als Türöffner für die Sprachschulen.
Budget im Blick: Malta investiert
In Zeiten steigender Kosten wird das Preisbewusstsein für Schweizer Reisende immer wichtiger. Malta positioniert sich hierbei als strategischer Gewinner: Das Land kombiniert englisches Erbe mit mildem Mittelmeerklima und moderaten Lebenshaltungskosten.
Um diesem Ansturm gerecht zu werden, investiert die Branche massiv: EF eröffnet 2026 in Malta einen neuen, modernen Campus direkt an der Uferpromenade. Damit reagiert der Anbieter auf den Trend, dass Lernende heute nicht mehr nur eine Schule, sondern ein ganzheitliches Lifestyle-Erlebnis mit hoher Lebensqualität suchen.