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Der Trevi-Brunnen in Rom zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Welt. Neu ist der Zugang zum Wasserbecken kostenpflichtig. Bild: Unsplash

Trevi-Brunnen kostet ab sofort Eintritt

Der Trevi-Brunnen gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Europas. Ab sofort kostet der Zugang zum Wasserbecken zwei Euro. Rom will damit das Gedränge in den Griff bekommen.

Er ist Pflichtprogramm für viele Rom-Reisende: der Trevi-Brunnen im historischen Zentrum der italienischen Hauptstadt. Doch der wohl berühmteste Brunnen der Welt ist nicht mehr uneingeschränkt kostenlos zugänglich.

Ab heute Montag (2. Februar) müssen Touristinnen und Touristen zwei Euro bezahlen, um den Bereich direkt am Wasserbecken betreten zu dürfen. Die Stadt Rom will damit die Besucherströme besser lenken und das Gedränge rund um die Attraktion entschärfen.

Hintergrund ist der stetig wachsende Tourismus in der Ewigen Stadt. Täglich pilgern tausende Menschen zur «Fontana di Trevi», um Fotos zu machen oder traditionell eine Münze ins Wasser zu werfen. An Spitzentagen zählte die Stadt bis zu 70’000 Besucherinnen und Besucher. Das Gedränge am Becken artete dabei oft in einen Kampf um den besten Selfie-Spot aus – Sicherheitsprobleme inklusive.

Mehr Ordnung statt Selfie-Chaos

Bereits seit über einem Jahr ist der Zugang begrenzt: Maximal 400 Personen dürfen sich gleichzeitig in der Anlage aufhalten. Das neue Eintrittssystem soll nun zusätzlich für mehr Ruhe sorgen. Bürgermeister Roberto Gualtieri erklärte bei der Einführung des Tickets, Ziel sei es, «die Qualität des Erlebens und der Nutzung unseres kulturellen Erbes zu verbessern und der Überfüllung entgegenzuwirken».

Das Ticket kann online im Voraus oder vor Ort erworben werden – ausschliesslich bargeldlos. Vor dem Brunnen gibt es künftig getrennte Warteschlangen für Gäste mit und ohne Online-Ticket, der Zugang wird kontrolliert.

Der kostenpflichtige Bereich betrifft ausschliesslich den schmalen Durchgang direkt am Wasser; die grosse Piazza davor bleibt weiterhin frei zugänglich. Römerinnen und Römer sind generell vom Eintritt ausgenommen.

(TN)