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Sturmtief Kristin wütet in Portugal
Heftige Unwetter haben Portugal am Mittwoch (28. Januar 2026) getroffen. Sturm Kristin brachte landesweit Starkregen, orkanartige Böen und teilweise auch Schnee, wie «Euronews» berichtet. Nach Angaben portugiesischer Medien kam in Vila Franca de Xira, nördlich von Lissabon, ein Mann ums Leben, nachdem ein Baum auf das Auto gestürzt war, in dem er unterwegs war. Der Unfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden.
Die nationale Katastrophenschutzbehörde registrierte zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens mehr als 650 Einsätze. Besonders betroffen sind die Grossräume Lissabon, die Westregion, die Halbinsel Setúbal, der Médio Tejo sowie Teile des Alentejo und der Region Leiria. Allein in der Grossregion Lissabon wurden Dutzende umgestürzte Bäume gemeldet, teils auf stark befahrenen Verkehrsachsen.
Die Behörden riefen die Bevölkerung in mehreren Regionen, darunter Leiria und Coimbra, dazu auf, das Haus nur im Notfall zu verlassen. Viele Strassen seien unpassierbar, der öffentliche Verkehr ist teilweise stark eingeschränkt. In der Region Coimbra wurde der Betrieb des Metro Mondego vollständig eingestellt, auch im Bahnverkehr kam es zu Unterbrüchen, darunter auf der wichtigen Nord-Süd-Achse zwischen Porto und Lissabon.
Besonders gravierend sind die Auswirkungen auf die Stromversorgung. Am Morgen waren rund 750’000 Haushalte ohne Elektrizität, zeitweise waren es sogar fast eine Million. Ursache sind massive Schäden an der Infrastruktur durch Wind und umstürzende Bäume. Die Reparaturarbeiten dauern an.
In mehreren Regionen gelten rote Warnstufen, mit Windböen von bis zu 140 Kilometern pro Stunde, lokal sogar darüber. Entlang der Atlantikküste wurden Wellen von bis zu sieben Metern erwartet, vereinzelt sogar deutlich höhere. Die Behörden warnen weiterhin vor Überschwemmungen, Erdrutschen und gefährlichen Bedingungen an der Küste.