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Nicht immer verläuft ein Flug friedlich – die Zahl der Rüpel-Passagiere hat im Jahr 2025 bei Schweizer Airines um 17 Prozent zugenommen. Bild: TN

Massive Zunahme von Zwischenfällen an Bord

Die Zahl der renitenten Passagiere (Unruly Passengers) bei Schweizer Airlines hat im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Mit insgesamt 2021 registrierten Fällen stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent.

Die Zahl der sogenannten «Unruly Passengers» bei Schweizer Fluggesellschaften wie Swiss, Edelweiss und Easyjet Switzerland hat im Jahr 2025 mit 2021 registrierten Fällen einen neuen Höchststand erreicht, was einem Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, wie die «Aargauer Zeitung» (Abo) schreibt. Da dieser Zuwachs das allgemeine Passagierwachstum deutlich übersteigt, lässt sich der Trend nicht allein mit dem Boom in der Aviatik erklären.

Das Spektrum des Fehlverhaltens reicht von verbalen Entgleisungen gegenüber dem Personal, was mit über 500 Fällen die häufigste Ursache darstellt, bis hin zu Gewaltanwendungen und sexueller Belästigung. Besonders oft ignorieren Fluggäste zudem Sicherheitsanweisungen der Crew oder verstossen gegen das Rauchverbot sowie gegen Regeln zum Alkoholkonsum.

Trotz dieser Zunahme gestaltet sich die Bestrafung oft schwierig: Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) sprach zwar 166 Bussen zwischen 400 und 1000 Franken aus, doch die Identifizierung von Tätern mit Wohnsitz im Ausland erschwert die rechtliche Durchsetzung massiv.

Die Fluggesellschaft Swiss verzeichnete zwar ebenfalls einen leichten Anstieg der Vorfälle pro 100'000 Passagiere, betont jedoch, dass die höheren Zahlen auch auf eine gestiegene Sensibilität und konsequentere Meldung durch das Bordpersonal zurückzuführen sein könnten. Flugverbote bleiben weiterhin das letzte Mittel für besonders schwere Fälle oder Wiederholungstäter.

(TN)