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In Madrid herrscht eine ansteckende Energie, die Solo-Reisende sofort mitreisst. Bild: Adobe Stock

Die besten Solo-Destinationen für 2026

Alleine unterwegs, aber wohin? Tripadvisor hat die sichersten und inspirierendsten Orte für Solo-Reisende gekürt. Das sind die Top 10, die allesamt durch Gastfreundschaft, erstklassige Infrastruktur und eine unverwechselbare Atmosphäre überzeugen.

1. Dublin: Das Wohnzimmer Europas

Dublin hat sich den ersten Platz im Tripadvisor-Ranking verdient. Die Stadt ist für ihre «Céad Míle Fáilte» (hunderttausend Willkommensgrüsse) bekannt. Für Solo-Reisende ist sie ideal, da man in den lokalen Pubs selten lange allein bleibt; ein Gespräch am Tresen gehört hier zum guten Ton.

Die Stadt ist kompakt und sicher. Ein Spaziergang durch die Temple Bar ist ein Must, aber für authentische Live-Musik sollte man das Whelan’s in der Camden Street aufsuchen. Ein Muss ist die Jameson Distillery Bow St., wo der irische Whiskey dreifach destilliert wird.

Wer Ruhe sucht, findet sie in der Old Library des Trinity College oder bei einem Spaziergang am Grand Canal. Solo-Reisende sollten den «DART»-Zug für einen Halbtagesausflug nach Howth nutzen. Die Klippenwanderung bietet frische Seeluft und den besten Ausblick auf die Bucht von Dublin.

2. Berlin: Avantgarde ohne Grenzen

Berlin ist die Stadt der Freiheit. Hier fällt es niemandem auf, wenn man allein im Restaurant sitzt oder eine Galerie besucht – im Gegenteil, es gehört zum Lifestyle.

Die East Side Gallery ist ein Muss, aber für tiefere Einblicke empfiehlt sich die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Strasse. Weiter geht's «Zur Letzten Instanz», Berlins ältestem Gasthaus, wo die Geschichte förmlich an den Wänden klebt.

Die Stadt ist berühmt für ihr Nachtleben, aber auch für ihre «Kiez»-Kultur. Jeder Bezirk von Neukölln bis Prenzlauer Berg fühlt sich wie eine eigene kleine Stadt an.

3. London: Die Welt in einer Stadt

London bietet eine Anonymität, die befreiend wirkt. Mit dem exzellenten Nahverkehrsnetz erreicht man mühelos jeden Winkel.

Der Borough Market ist ein Paradies für Alleinreisende. Man kann sich durch internationale Köstlichkeiten probieren, ohne einen Tisch reservieren zu müssen. Viele der grossen Museen wie das British Museum oder die Tate Modern sind kostenlos. Ideal, um stundenlang im eigenen Tempo durch die Ausstellungen zu treiben.

Unbedingt besuchen: St. Dunstan in the East, eine Kirchenruine, die in einen verwunschenen Garten verwandelt wurde – ein perfekter Ort für ein Buch und einen Kaffee.

4. Santiago de Chile: Das Tor zu den Anden

Santiago überrascht durch seine Vielfalt. Die Metropole ist modern, geschäftig und dennoch tief in der südamerikanischen Tradition verwurzelt.

Das Viertel Bellavista ist das kreative Herz mit bunten Häusern und Street Art. Hier befindet sich auch «La Chascona», das ehemalige Wohnhaus des Nobelpreisträgers Pablo Neruda. Hoch geht's mit der Seilbahn auf den Cerro San Cristóbal. Von oben hat man einen atemberaubenden Blick auf die Skyline vor der Kulisse der schneebedeckten Anden.

Die Stadt gilt als eine der sichersten Grossstädte Lateinamerikas, besonders in den Vierteln Providencia und Lastarria.

5. Edinburgh: Mystik und Festivals

Edinburgh ist die perfekte Stadt für Träumer und Geschichtsinteressierte. Die Trennung zwischen der mittelalterlichen Old Town und der georgianischen New Town ist faszinierend. Eine Wanderung auf den Arthur’s Seat, einen erloschenen Vulkan, ist auch für Alleinreisende sicher und bietet den besten Panoramablick.

Im August verwandelt sich die Stadt durch das Fringe Festival in eine einzige Bühne. Aber auch im Winter bieten die «Ceilidhs» (traditionelle Tänze) die Chance, sofort Anschluss zu finden.

6. New York City: Der «Solo»-Klassiker

In New York ist man nie wirklich allein, aber man kann perfekt für sich sein. Die Stadt ist darauf ausgelegt, dass Menschen ihre eigenen Wege gehen. Das Museum Cloisters in Upper Manhattan für mittelalterliche Kunst wirkt wie ein europäisches Kloster und bietet eine unglaubliche Ruhe fernab des Trubels.

Ein Spaziergang auf der stillgelegten Güterzugtrasse führt einem über den Strassen von Chelsea direkt zum neuen Viertel Hudson Yards. Die Food-Halls (wie die im Chelsea Market) sind ideal, um hochklassig zu essen, ohne sich in einem formellen Restaurant unwohl zu fühlen.

7. Hanoi: Chaos mit Charme

Hanoi ist ein Fest für die Sinne. Für Alleinreisende ist es günstig, sicher und unglaublich gastfreundlich. Solo-Travellers sollten sich in den «36 Gassen» der Altstadt verlieren, wo jede Strasse einem anderen Handwerk gewidmet ist.

Dann lockt der den berühmte Egg Coffee (Cà Phê Trứng). Die Cafés sind soziale Knotenpunkte, in denen man leicht mit Einheimischen oder anderen Reisenden ins Gespräch kommt. Mit «Grab», dem asiatischen Uber, kann man sicher und zu festen Preisen per Motorrad-Taxi durch die Stadt kommen.

8. Madrid: Lebensfreude pur

Die Stadt der Architektur und der langen Nächte. In Madrid herrscht eine ansteckende Energie, die Solo-Reisende sofort mitreisst.

Das Prado-Museum bietet zu bestimmten Zeiten kostenlosen Eintritt. Es ist der perfekte Ort, um einen Nachmittag mit den Werken von Goya und Velázquez zu verbringen.

In Madrid ist es völlig normal, allein an einer Bar ein «Caña» (kleines Bier) und ein paar Tapas zu geniessen. Der Mercado de San Miguel ist hierfür ein glamouröser Startpunkt. Und der Retiro-Park bietet mit seinem Kristallpalast eine märchenhafte Kulisse für eine Pause.

9. Bali: Wellness für die Seele

Bali ist das Mekka für digitale Nomaden und spirituell Suchende. Besonders Ubud ist darauf ausgerichtet, Menschen allein willkommen zu heissen. Solo-Reisende sollten an einem Yoga-Retreat oder einem Batik-Workshop teilnehmen. Die Community ist riesig und sehr offen.

Die Reisterrassen von Tegallalang sind frühmorgens am schönsten, wenn das Licht durch die Palmen bricht und die Touristenmassen noch schlafen. Aber Vorsicht im Monkey Forest – die Affen sind geschickte Taschendiebe!

10. Kapstadt: Die «Mother City»

Kapstadt bietet eine dramatische Natur und eine bewegte Geschichte am südlichsten Ende Afrikas. Der Tafelberg kann erwandert oder per Seilbahn bezwungen werden.

Für Solo-Reisende empfiehlt sich die «Hop-On Hop-Off»-Bus-Tour, um sicher zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten zu gelangen. Ein Ausflug nach Robben Island ist emotional fordernd, aber unerlässlich, um die Geschichte Südafrikas und Nelson Mandelas zu verstehen. Die V&A Waterfront ist sicher, belebt und bietet eine riesige Auswahl an Restaurants mit Blick auf den Hafen.

(TN)