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Rettungskräfte sichern die Unglücksstelle nahe Gelida westlich von Barcelona, wo ein Nahverkehrszug schwer beschädigt wurde. Bild: Screenshot Youtube / Europa Press

Ein Todesopfer und mehrere Verletzte bei weiterem Zugunglück in Spanien

Nach dem schweren Zugunglück in Südspanien am vergangenen Sonntag ist es nun auch in Katalonien zu einem tödlichen Bahnunfall gekommen. Ein Lokführer verlor sein Leben, Dutzende Menschen wurden verletzt.

Zwei Tage nach dem schweren Zugunglück in Südspanien, durch das mindestens 42 Menschen starben, hat sich im Nordosten des Landes ein weiterer tödlicher Bahnunfall ereignet. In Katalonien kam ein Lokführer ums Leben, wie der regionale Rettungsdienst mitteilte. Mindestens 37 Menschen wurden beim Unglück verletzt, fünf davon schwer.

Der Unfall ereignete sich am Dienstagabend (29. Januar 2026) nahe dem Ort Gelida, rund 30 Kilometer westlich von Barcelona. Auf Bildern von Onlinemedien war die zerstörte Frontpartie des Zuges zu sehen.

Eine Stützmauer war während eines heftigen Sturms mit starkem Regen auf die Gleise gestürzt und traf auch den Zug der Linie R4 im Nahverkehrsnetz Rodalies. Gerade in den Abendstunden sind diese Züge an Wochentagen voll besetzt und viele Passagiere müssen im Stehen reisen.

Bahnverkehr in Katalonien eingestellt

Nach dem Unglück bleibt der Nah- und Regionalzugverkehr in Katalonien vorerst eingestellt. Der staatliche Infrastrukturbetreiber Adif teilte mit, der Betrieb im Netz Rodalies de Catalunya bleibe ausgesetzt, bis die durch das Unwetter beschädigte Infrastruktur vollständig überprüft sei.

Zuvor war schon ein anderer Rodalies-Nahverkehrszug der Linie R2 weiter nördlich nahe dem Ort Blanes wegen eines Erdrutsches entgleist. Der Zug verlor eine Achse, über Verletzte wurde nichts mitgeteilt.

Die Behörden hatten in einigen Gebieten Kataloniens wegen des starken Sturms Harry mit Windgeschwindigkeiten bis zu 80 Kilometer pro Stunde und starken Niederschlägen Alarmstufe Rot ausgerufen. Wegen meterhoher Wellen war auch davor gewarnt worden, sich Hafenmolen und Stränden zu nähern.

Unterdessen konnten Rettungskräfte das Fahrzeug eines Mannes finden, das von Wassermassen in einem normalerweise trockenen Flusslauf, einer Riera, bei dem Ort Palau-Sator mitgerissen worden war. In dem Auto sei ein Toter gefunden worden, bei dem es sich vermutlich um den Vermissten handele, teilte die Feuerwehr mit.

(TN)