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Heftige Unwetter im Süden von Spanien
Heftige Regenfälle haben am Sonntag (4. Januar 2025) weite Teile der Provinz Málaga lahmgelegt und auch für Reisende an der Costa del Sol zu massiven Einschränkungen geführt. Ausgelöst durch Sturm Francis, fielen lokal über 200 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit. Die Regionalregierung Andalusiens rief am Sonntagnachmittag die höchste Warnstufe Rot aus und verschickte Notfallwarnungen direkt auf die Mobiltelefone der Bevölkerung.
Besonders betroffen waren laut der Zeitung «Diario Sur» die Regionen Guadalhorce und Costa del Sol. In Gemeinden wie Cártama, Coín und Estepona stiegen Flüsse wie der Guadalhorce, der Guadiaro oder der Río Manilva teils bis an die kritische Marke. Mehrere Familien wurden vorsorglich evakuiert.
In der Stadt Málaga blieben Museen, Theater und zahlreiche Geschäfte geschlossen, der öffentliche Verkehr war teilweise unterbrochen: Die Metro stellte den Betrieb auf einer Linie ein, Busverbindungen wurden gekappt. Auch Strassen in den Bergregionen mussten wegen Erdrutschen und Überflutungen gesperrt werden.
Die Feuerwehr und der Zivilschutz waren im Dauereinsatz, allein am Sonntag wurden über 120 wetterbedingte Einsätze registriert. Die spanische Wetteragentur Aemet warnt auch für Montag vor weiteren Niederschlägen, bevor sich die Lage ab Dienstag entspannen soll. Für Feriengäste an der Costa del Sol gilt derzeit erhöhte Vorsicht – insbesondere in Flussnähe und in tiefer gelegenen Quartieren.