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Airbnb vermittelt Unterkünfte aller Art – hier eine Privatwohnung in Palermo. Bild: Airbnb

Boomender Herbst gemäss Airbnb-Analyse

Aktuelle Daten von Airbnb zeigen, dass Ferien im Herbst bei Schweizerinnen und Schweizern immer beliebter werden. Vor allem die Generation Z sorgt für einen deutlichen Anstieg der Suchanfragen im Vergleich zum Vorjahr, sowohl für Ziele im In- wie im Ausland.

Der Sommer bleibt die beliebteste Ferienreisezeit. Doch der Herbst holt auf, wie neuste Airbnb-Daten zeigen.

Die Herbstsaison, definiert als der Zeitraum vom 1. September bis 30. November, wird von immer mehr Schweizerinnen und Schweizern für Reisen genutzt. Laut einer Analyse von Airbnb sind die Suchanfragen der Generation Z  (zwischen 1996 und 2010 Geborene) um 18% im Vergleich zum Herbst 2024 gestiegen, was diesen Trend massgeblich antreibt. Im Gegensatz dazu verzeichneten Millennials (1980 bis 1995) einen Zuwachs von 3 % und die Generation X (1965 bis 1979) nur 1,4 %.

Dieser Anstieg bei der jungen Generation hat mehrere Gründe:

  • Günstigere Preise außerhalb der Hauptsaison
  • Weniger überfüllte Orte
  • Mehr Flexibilität bei der Ferienplanung, insbesondere für Studierende oder Auszubildende
  • Die Inszenierung des Herbstes als attraktive Reisezeit in den sozialen Medien

Beliebte Reiseziele: Von Metropolen bis zu den Bergen

Über alle Altersgruppen hinweg zählen europäische und internationale Grossstädte zu den Top-Reisezielen für Herbstferien. Die fünf meistgesuchten Städte sind Paris, Barcelona, London, Ibiza und New York. Spanien ist dabei besonders beliebt und schafft es mit Barcelona, Ibiza und Málaga gleich dreimal unter die Top 10.

Reisen innerhalb der Schweiz verzeichnen ebenfalls ein starkes Wachstum bei der Vermittlungsplattform für Unterkünfte. Die Nachfrage ist im Vergleich zum Herbst 2024 um 2,5 % gestiegen. Neben Zürich sind Locarno, St. Gallen, Ascona und Scuol besonders gefragt. Der Kanton Bern und das Wallis weisen im Vergleich zum Vorjahr den höchsten Anstieg an Nachfragen auf.

Ein Blick auf die einzelnen Regionen mit dem stärksten Nachfragezuwachs bestätigt diese Entwicklung. An der Spitze steht der Kanton Bern, gefolgt von mehreren italienischen Regionen: Sizilien, Andalusien (Spanien), Apulien, Lombardei und Sardinien. Mit vier Regionen in den Top 10 ist Italien der absolute Favorit der Schweizer Bevölkerung. Die geografische Nähe und die top Kulinarik sind dabei wesentliche Anreize für eine Reise nach Italien.

Reisedauer: Schweizer reisen am längsten

Im europäischen Vergleich verbringen Schweizer Reisende ihre Herbstferien mit durchschnittlich knapp sechs Nächten am längsten. Innerhalb der Schweiz zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Generationen:

  • Boomer: Reisen im Schnitt 7 Nächte
  • Generation X: Bleiben durchschnittlich 6,6 Nächte
  • Millennials: Verbringen knapp 6 Nächte
  • Generation Z: Reisen im Schnitt 5 Nächte

Je älter die Reisenden, desto länger fällt also der Aufenthalt aus, geht aus den Airbnb-Zahlen hervor.

(TN)