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Dunkle Wolken am Himmel: Hurrikan Erin dürfte in der Karibik für heftige Unwetter sorgen. Bild: Adobe Stock

Karibik bangt vor Hurrikan Erin

Nach einer kurzzeitigen Abschwächung hat sich Hurrikan Erin erneut zu einem Sturm der Kategorie 4 verstärkt. Trotz der geringen Wahrscheinlichkeit eines Landfalls drohen Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutsche.

Nach einer kurzzeitigen Abschwächung ist der mit Windspitzen von mehr als 200 Kilometern pro Stunde durch die Karibik ziehende Tropensturm Erin wieder erstarkt. Das Nationale Hurrikanzentrum der USA (NHC) stufte den Hurrikan am späten Sonntagabend (Ortszeit) auf die Kategorie vier und damit die zweithöchste Stufe hoch. Auch wenn Erin wahrscheinlich nicht auf Land treffen wird, wurde vor Sturzfluten, Überschwemmungen und Erdrutschen auf verschiedenen Karibikinseln gewarnt.

Am Sonntag hatten die Meteorologen den Hurrikan zunächst von der höchsten Stufe fünf auf drei herabgestuft – nun erreichte er wieder Stufe vier. Der Sturm werde im Laufe des Montags noch stärker werden und sich dann allmählich abschwächen, erklärte das NHC weiter. Trotzdem werde Erin in den kommenden Tagen «ein grosser und gefährlicher Hurrikan bleiben». Im US-Aussengebiet Puerto Rico gab es bereits Überschwemmungen. Über 150'000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom.

Der Hurrikan befand sich in der Nacht zum Montag (Ortszeit) laut NHC östlich der zu Grossbritannien gehörenden Turks- und Caicosinseln und erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Kilometern pro Stunde. Er sollte sich anschliessend ins Meeresgebiet südöstlich der Bahamas bewegen. Auch die Behörden im US-Ostküstenstaat North Carolina wurden zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen.

Erin markiert den Auftakt der diesjährigen Hurrikansaison im Nordatlantik, die traditionell von Juni bis in den späten November dauert. Für dieses Jahr rechnen Meteorologen mit heftigeren Stürmen als üblich. Auf den Kapverden hinterliess Erin bereits schwere Schäden und Verwüstungen (Travelnews berichtete).

(TN)