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Bodendienstleister am Flughafen Zürich droht das Aus
Am Flughafen Zürich könnte es bald stiller werden – zumindest für die Mitarbeitenden der Airline Assistance Switzerland (AAS). Der Bodendienstleister hat ein Konsultationsverfahren eingeleitet, das im schlimmsten Fall in einer kompletten Schliessung der Station Zürich münden könnte. Betroffen wären zahlreiche Angestellte.
Wie Dieter Streuli, Geschäftsführer der Muttergesellschaft AXS Group, gegenüber dem «Aerotelegraph» bestätigt, sei der Schritt vor allem durch veränderte Rahmenbedingungen notwendig geworden. Neben dem Wegfall eines wichtigen Grosskunden steht auch das perspektivische Auslaufen einer für den Standort zentralen Lizenz im Raum. Aktuell seien noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen.
Betrieb läuft vorerst weiter
Solange das Konsultationsverfahren läuft, bleibt der Betrieb unverändert bestehen. Konsultationsverfahren sind in der Schweiz vorgeschrieben, wenn eine Massenentlassung oder Betriebsschliessung bevorstehen könnte. Ziel ist es, gemeinsam mit Arbeitnehmervertretern zu prüfen, wie negative Auswirkungen auf die Belegschaft vermieden oder gemildert werden können.
Die AXS Group, zu der AAS gehört, beschäftigt rund 3000 Mitarbeitende und ist international an Standorten in Deutschland, Spanien und Österreich aktiv. Zürich trägt nach Unternehmensangaben lediglich etwa fünf Prozent zum Gesamtvolumen der Gruppe bei. Entsprechend betont AAS, dass die Stabilität des Gesamtkonzerns und die Arbeit an anderen Standorten nicht gefährdet seien.
Airline Assistance Switzerland beschreibt sich selbst als «Dienstleister mit Herz, Seele, Sinn für Humor und aussergewöhnlichem Team Spirit». Aus einem kleinen Zürcher Betrieb entwickelte sich das Unternehmen in wenigen Jahren zu einem international tätigen Player im Bereich Bodenabfertigung. Für die Mitarbeitenden am Flughafen Zürich bleibt die Zukunft allerdings ungewiss – mindestens so lange, bis das Konsultationsverfahren abgeschlossen ist.