Here & There

Halten ein Bild vom Piz Palü in der Hand: Die beiden Taufpaten David Birrer, Chief Operating Officer von Edelweiss (l.), und Emilio Bianchi, Verwaltungsrat von Corvatsch Diavolezza Lagalb, umringt von zwei Edelweiss Flight Attendants sowie der Delegation Corvatsch Diavolezza Lagalb und Pontresina. Bild: Edelweiss

‭«Der A350 läuft wie ein Schweizer Uhrwerk»

Mit Piz Palü ist auch der zweite A350 der Edelweiss nach einem Engadiner Berg benannt. Bei der feierlichen Taufe des neusten Flottenzuwachses zog David Birrer, Chief Operating Officer von Edelweiss und Taufpate, Bilanz zu den ersten Wochen nach der Einflottung.

Gestern Mittwoch wurde der zweite Airbus A350 von Edelweiss am Flughafen Zürich feierlich auf den Namen «Piz Palü» getauft. Nach «Piz Bernina», der als erste Maschine dieses Typs im vergangenen April zur Flotte gestossen ist, erhält jetzt auch das zweite Flugzeug den Namen eine Engadiner Gipfels.

«Dass auch unser zweiter Airbus A350 einen Namen aus dem Engadin trägt, ist kein Zufall. Steht man vor unserem A350, hat man ein ähnliches Gefühl wie wenn man zum Piz Palü hinaufschaut – gigantisch und majestätisch. Das Flugzeug steht für unsere Wurzeln und die Verbundenheit zu unserer Heimat, die sowohl mit dem Piz Palü als auch mit dem Piz Bernina in die Welt getragen wird», hält David Birrer an der Taufe fest. Doch nicht jeder Schweizer Berg kommt dafür infrage – Voraussetzung ist, dass das Edelweiss-Blüemli in den jeweiligen Regionen, Ortschaften oder Bergen heimisch ist.

Der grosse Moment: Die beiden Taufpaten David Birrer (l.) und Emilio Bianchi enthüllen den Namen der neuen Maschine. Bild: Edelweiss

Die symbolische Namenswahl erfreut nicht nur die Airline, sondern auch die Region selbst: Emilio Bianchi, Verwaltungsrat von Corvatsch Diavolezza Lagalb, sagt: «Es erfüllt uns mit Stolz, dass bereits zum zweiten Mal ein Flugzeug von Edelweiss den Namen eines Engadiner Gipfels trägt. Der Piz Palü ist ein Wahrzeichen der Region – ihn nun auf einem Flugzeug rund um die Welt zu wissen, bringt unsere alpine Heimat auf ganz besondere Weise zum Fliegen.» Als Zeichen der Wertschätzung erhielt Edelweiss von der Region ein Bild des Piz Palü vom bekannten Naturfotografen Romano Salis.

Wie die ersten Monate mit den neuen A350-Maschinen bei Edelweiss verliefen, wollten wir von David Birrer, Chief Operating Officer von Edelweiss, wissen:

David Birrer, seit der Einflottung des ersten A350 am 1. April 2025 sind bereits vier Monate vergangen, wie ist diese erste Phase verlaufen?

David Birrer, COO von Edelweiss

Operationell lief es tatsächlich besser als erwartet. Die erwarteten Verzögerungen an den Zielflughäfen im Ausland, bis alle Partner und Prozesse eingespielt sind, sind nicht eingetreten. Alles hat sich sehr schnell eingespielt: Der A350 läuft wie ein Schweizer Uhrwerk – reibungslos und zuverlässig. Dennoch gab es kleinere, logistische Herausforderungen, die wir zu meistern hatten. Der Pool an Ersatzteilen am Standort Zürich muss erst noch komplett aufgebaut werden. Es kam vor, dass es zu Verzögerungen kam, da ein benötigtes Ersatzteil erst eingeflogen werden musste, weil es in Zürich noch nicht vorhanden war. Sobald mehr A350-Maschinen am Flughafen Zürich sind, wird dieser Pool auch automatisch grösser werden.

Wie sind die Rückmeldungen der Fluggäste ausgefallen?

Die Rückmeldungen von unseren Gästen waren durchwegs sehr positiv. Besonders gelobt werden die leise, grosszügige Kabine sowie das neue Raumgefühl. Das Reisen mit dem A350 ist deutlich angenehmer. Auch die Ausstattung fand bei unseren Kunden grossen Gefallen – sie scheinen wirklich rundum zufrieden.

Welche operationellen Veränderungen ergeben sich, wenn eine Langstrecke wie Zürich – Las Vegas mit dem A350 statt mit dem A340 durchgeführt wird?

Unsere Langstreckenflüge von Zürich sind in der Regel sehr langer Natur, was bedeutet, dass wir einen engeren Zeitplan haben, mit weniger Zeit an der jeweiligen Zieldestination. Dadurch, dass der A350 wesentlich schneller fliegt als der A340, haben wir mehr Zeit am Boden und können diese besser für Vorbereitungen nutzen oder um kleinere Arbeiten zu vervollständigen. Das wiederum minimiert Verzögerungen. Unsere Pünktlichkeit ist mit diesem neuen Flugzeugtyp also gestiegen.

Die neuen A350 sollen die älteren A340-Maschinen ersetzen. Wurden nun bereits zwei Maschinen ausgemustert?

Noch nicht. Demnächst werden wir aber den ersten A340 ausflotten und der Swiss zurückgeben, die ja die Eigentümerin ist. Sie werden entscheiden, was damit passiert. Während der gesamten Umflottung werden wir aber stets eine alte Maschine als operative Reserve behalten, falls sich Projektverzögerungen ergeben und wir eine Ersatzlösung brauchen.

(MLD)