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In der Nähe von Narbonne in Südfrankreich sowie bei Tarifa in Andalusien sind Feuer ausgebrochen. Symbolbild: Adobe Stock

Neue Feuer in Südfrankreich und im Süden Spaniens

Die anhaltende Hitzewelle in Südeuropa hat erneute Waldbrände verursacht. Zahlreiche Touristen mussten ihre Hotels und Campingplätze fluchtartig verlassen.

Hitze, Trockenheit und starker Wind sorgen derzeit in Südfrankreich und Südspanien für eine dramatische Waldbrandsituation. Tausende Menschen mussten in beiden Ländern ihre Unterkünfte verlassen, während die Feuerwehren mit Grossaufgeboten gegen die Flammen kämpfen.

Südfrankreich: Feuer bei Narbonne ausser Kontrolle

In der südfranzösischen Region Okzitanien wütet seit Dienstag ein grossflächiger Waldbrand. Besonders betroffen ist das Gebiet um Ribaute, rund 30 Kilometer von Narbonne entfernt. Wie die Behörden des Départements Aude mitteilten, zerstörte das Feuer binnen Stunden mehr als 10.000 Hektar Land. Zwei Menschen wurden verletzt, einer davon schwer.

Die höchste Alarmstufe Rot wurde ausgerufen. Evakuiert wurden mehrere Gemeinden, ein Campingplatz sowie etwa 30 Häuser. Auch zahlreiche Strassen mussten gesperrt werden. 980 Feuerwehrleute, unterstützt von 14 Löschflugzeugen und zwei Helikoptern, kämpfen gegen die Flammen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron versprach auf X umfassende staatliche Hilfe: «Alle Mittel der Nation sind mobilisiert.» Die Menschen rief er zu «grösster Vorsicht» auf. Besonders kritisch: Das Feuer breitet sich laut dem Zivilschutz ungewöhnlich schnell aus – befeuert von einer anhaltenden Hitzewelle, die die Region fest im Griff hat.

Südspanien: Touristenhochburg Tarifa betroffen

Auch im südspanischen Andalusien ist ein gefährlicher Waldbrand ausgebrochen. Im beliebten Bade- und Kitesurfort Tarifa, nahe der Meerenge von Gibraltar, mussten sieben Hotels, zwei Campingplätze und 5000 Fahrzeuge evakuiert werden. Die Flammen brachen nach ersten Erkenntnissen auf einem Campingplatz am Berg La Peña aus und griffen durch starken Wind schnell auf umliegende Wälder über.

Andalusiens Innenminister Antonio Sanz sprach von einer Evakuierung in Rekordzeit und einer nach wie vor schwierigen Lage. 17 Löschflugzeuge und Helikopter sind im Dauereinsatz. Das Zentrum Tarifas sei bisher nicht gefährdet, so die Behörden.

Wie auch in Frankreich herrscht in Spanien derzeit eine extreme Hitzewelle. Der Zivilschutz warnt vor sehr hoher bis extremer Brandgefahr in weiten Teilen des Landes.

(TN)