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EDA passt Reisehinweise für Marokko an
Marokko zählt aktuell zu den angesagtesten Destinationen für Schweizer Reisende. TUI Suisse meldete kürzlich zweistellige Wachstumsraten bei den Buchungen im Vergleich zum Vorjahr. Doch mitten im Aufschwung verschärft das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) seine Reisehinweise für das nordafrikanische Land.
Reisen nach Marokko gelten laut EDA weiterhin als grundsätzlich sicher. Das Aussendepartement hat die Übersicht aber mit einem neuen Kapitel ergänzt. Unter dem Titel «Besondere Hinweise» warnt es vor erhöhter Tollwutgefahr. Wörtlich heisst es: «Halten Sie stets Abstand zu streunenden Tieren. Es sind mehrere Todesfälle durch Tollwut nach Hundebissen bekannt.»
Zudem empfiehlt das EDA, sich rechtzeitig über empfohlene Impfungen zu informieren. Besonders wichtig: Sollte es zu einem Tierbiss oder -kratzen kommen, ist eine sofortige ärztliche Behandlung unerlässlich. Die potenzielle Gefahr geht nicht nur von Hunden aus – auch Katzen, Affen oder sogar Fledermäuse können das Virus übertragen.
Ein ähnliches Risiko besteht auch in anderen beliebten Reiseländern wie Thailand, Sri Lanka, Tansania oder Kolumbien. Dennoch fehlt bei diesen Destinationen ein expliziter Hinweis auf Tollwut auf der EDA-Website.
Wer eine Reise in eines dieser Länder plant – insbesondere mit Kindern oder im Rahmen von Abenteuerferien – sollte mit seinem Hausarzt über eine vorbeugende Tollwutimpfung sprechen. Denn die sogenannte Postexpositionsprophylaxe (PEP), also die medizinische Notfallbehandlung nach einem Kontakt, ist in vielen Regionen nicht zuverlässig verfügbar.