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Überschwemmungen treffen beliebte Tourismusregion in Indonesien
Bei schweren Überschwemmungen und Sturzfluten auf der indonesischen Hauptinsel Java sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Besonders betroffen ist die Region um Bogor, ein beliebtes Reiseziel im Hochland von Westjava, nur rund 60 Kilometer von der Hauptstadt Jakarta entfernt.
Laut Angaben des indonesischen Zivilschutzes wurden zahlreiche Häuser und eine Schule durch Erdrutsche beschädigt. Mindestens eine Person gilt derzeit noch als vermisst.
Ausgelöst wurden die verheerenden Ereignisse durch ungewöhnlich starke Regenfälle, die selbst für die Monsunzeit deutlich über dem Durchschnitt lagen. Auch die Millionenmetropole Jakarta blieb nicht verschont: Teile der Stadt standen unter Wasser, was vielerorts zu einem massiven Verkehrschaos führte. Für die kommenden Tage sagen Meteorologen weitere heftige Niederschläge voraus.
Jakarta kämpft schon seit Jahren mit den Folgen von extremen Wetterereignissen, die durch den Klimawandel laufend zunehmen. Besonders der Norden Jakartas ist stark gefährdet – grosse Teile liegen bereits heute unter dem Meeresspiegel.
Zusätzlich sinkt das Gebiet jährlich weiter ab, unter anderem durch übermässige Grundwasserentnahme. Laut Prognosen von Experten könnte Nord-Jakarta bis 2050 vollständig überflutet sein.