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Die Insel Santiago mit der Hauptstadt Praia an der Südküste wird im kommenden Winter erstmals direkt von Edelweiss angeflogen. Bild: Adobe Stock

Geheimtipp adé: Kapverden starten durch

Marilin Leuthard

Wer dem Winter entfliehen möchte, ohne um die halbe Welt zu reisen, findet auf den Kapverden eine vielfältige Alternative zu dem gängigen Sonnenzielen. Der Archipel im Atlantik rückt auf der touristischen Landkarte immer weiter nach oben – und das zu Recht.

Sie bewegen sich noch etwas unter dem Radar vieler Reisenden, doch sie holen auf – und das ziemlich schnell: Die Kapverdischen Inseln gewinnen als Winterdestination zunehmend an Bedeutung. Das ist auch bei den Schweizer Reiseveranstaltern zu spüren: «Seit zwei Jahren sehen wir eine stetig wachsende Nachfrage, steigende Buchungen sowie einen Ausbau des Flug- und des beliebten Hotelangebots», hält Sonja Ptassek, Sprecherin von TUI Suisse, fest.

Laut Mirjam Jaiteh von Let’s Go Tours sind Reiseziele wie Mauritius, die Seychellen, die Malediven, der Oman oder Tansania zwar aktuell noch etwas stärker nachgefragt, doch entwickeln sich die Kapverden zunehmend zu einer sehr beliebten Destination. Gerade in Winter herrscht auf den Inseln warmes Wetter, das sich sowohl für Badeferien, als auch Aktivreisen bestens eignet – eine attraktive Alternative zu anderen Sonnenzielen wie den Kanaren.

Ein einzigartiges Reiseziel

Der Inselstaat liegt rund 570 Kilometer westlich von Senegal und umfasst 15 Inseln, die besonders durch ihre Vielfalt beeindrucken: Spektakuläre Landschaften mit Bergen, Vulkanformationen und endlosen, unberührten Sandstränden, dazu die lebendige Kultur, Musik und die herzliche Gastfreundschaft der lokalen Bevölkerung machen die Kapverden zu einem einzigartigen Reiseziel für Natur-, Kultur- und Sonnenliebhaber.

Besonders Paare und Individualreisende, die abseits des klassischen Massentourismus entspannte Ferien mit Sonne, Meer und lokalen Entdeckungen suchen, zieht es auf die Inseln – wobei jede Insel ihren ganz eigenen Charakter hat. Die Kapverden sind zudem ein Paradies für Surferinnen und Surfer sowie Wander-Fans.

Die steigende Nachfrage beruht laut Stephan Kurmann, Sprecher von Dertour Suisse, auch auf dem zunehmenden Interesse an touristisch weniger erschlossenen Destinationen. Ein zusätzlicher Impuls komme zudem durch die Edelweiss, die ab Winter 2025/2026 ihr Angebot auf die Kapverden um zwei weitere Inseln erweitert.

Inselhopping wird einfacher

Der Wunsch nach Flügen an die bisher suboptimal erschlossenen Flughäfen São Vicente sowie Praia in Santiago sei seitens Schweizer Reiseveranstalter klar zu spüren gewesen, so Edelweiss-Sprecher Andreas Meier, Mediensprecher von Edelweiss. Deshalb hat man sich entschieden, neben den bereits im Portfolio vorhandenen Zielen Boa Vista und Sal nun auch noch São Vicente und Praia ins Streckennetz zu integrieren (Travelnews berichtete). Trotz der Lage im Atlantik ist mit einer Flugdauer von rund sechseinhalb Stunden auch kein Langstreckenflug nötig.

«Wir gehen davon aus, dass Inselhopping auf den Kapverden dank den Flügen deutlich an Beliebtheit zunehmen wird», sagt Meier. Mit den neuen Zielen seien spannende Inselkombinationen möglich: São Vicente mit der Nachbarinsel Santo Antão gilt als Wander- und Naturparadies, während Praia auf Santiago kulturell und historisch besonders viel bietet. Ausklingen lassen kann man seinen Aufenthalt beispielweise mit Badeferien auf der Insel Sal.

Zum Ausbau des Hotelangebots zählt laut TUI auch die Eröffnung einer neuen Robinson-Anlage auf Boa Vista mit einem For-All-Konzept im Winter 2026/2027. Das Portfolio der Dertour-Marken Kuoni und Helvetic Tours wird im Hinblick auf den kommenden Winter 2025/2026 ebenfalls sukzessive erweitert. Der neuen Trenddestination Kapverden steht also nichts mehr im Weg.