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Évoras Altstadt mit ihren Gassen, Cafés und römischen Spuren gehört zu den charmantesten Reisezielen Portugals. Bild: Adobe Stock

Geheimtipp in Portugal bittet zur Kasse

Évora zählt mit seiner Altstadt und den römischen Ruinen zu den beliebtesten Kulturstädten Portugals. Ab August 2025 erhebt der Ort eine Übernachtungssteuer. Die Einnahmen sollen in Sauberkeit, den Erhalt historischer Bauten und die städtische Infrastruktur fliessen.

Mit seiner prachtvollen Altstadt, römischen Ruinen und dem berühmten Tempel der Diana zählt Évora zu den kulturellen Perlen Portugals – und ist seit Jahren ein beliebter Geheimtipp für Reisende.

Nun führt die Unesco-Weltkulturerbestadt im Alentejo eine Touristensteuer ein, um dem zunehmenden Besucheraufkommen strukturell gerecht zu werden. Ab dem 1. August 2025 wird pro Übernachtung eine Taxe von 1.50 Euro erhoben – maximal für drei Nächte pro Aufenthalt und Person über 16 Jahren.

Ausnahmen gelten laut «The Portugal News» unter anderem für medizinisch begründete Aufenthalte, Studierende und Menschen mit Behinderung. Die Stadtverwaltung rechnet mit jährlichen Einnahmen von mindestens 600'000 Euro (umgerechnet rund 560'000 Franken), die gezielt in Reinigung, Denkmalschutz, Kulturförderung und Infrastruktur fliessen sollen.

Bürgermeister Carlos Pinto de Sá betont, dass die Steuer notwendig sei, um die Lebensqualität in Évora zu erhalten und die touristische Entwicklung verantwortungsvoll zu gestalten – bei rund 700'000 Übernachtungen allein im Jahr 2023 ein nachvollziehbarer Schritt.

(TN)