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Ecuador befindet sich im Ausnahmezustand. Bei einer Reise in das südamerikanische Land ist Vorsicht geboten – hier ein Bild von Cuenca. Bild: Adobe Stock

Noch wird von Ecuador-Reisen nicht abgeraten

Nach dem Gefängnisausbruch eines berüchtigten Drogenbosses ist Ecuador im Ausnahmezustand. Nun äussern sich Schweizer Reisebüros zur Situation für Ecuador-Reisende.

Nachdem der einflussreiche Bandenchef José Adolfo Macías alias «Fito» am vergangenen Sonntag, 7. Januar, aus dem Hochsicherheitsgefängnis in der Hafenstadt Guayaquil in Ecuador entkommen war und Gangs ganze Gefängnisse unter Kontrolle halten, ist im ganzen Land der Ausnahmezustand verhängt und nächtliche Ausgangssperren angeordnet (Travelnews berichtete).

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) verfolge die Situation in Ecuador genau. «Derzeit sind keine besonderen Massnahmen für Schweizer Staatsangehörige vorgesehen», sagt Elisa Raggi, Medienverantwortliche beim EDA gegenüber SRF. Die Reisehinweise für Ecuador werden laufend überprüft und aktualisiert.

Reisebüros verweisen auf EDA-Empfehlungen

Was die angespannte Lage im südamerikanischen Staat für Ecuador-Reisende bedeutet, dazu äusserten sich nun verschiedene Schweizer Reisebüros.

Globetrotter, Hotelplan und Brasa Reisen AG stützen sich auf die Mitteilungen des EDA. «Von einer Reise nach Ecuador raten wir noch nicht ab», so Sandra Studer, Medienverantwortliche von Globetrotter, gegenüber SRF.

Die Hotelplan Group steht in engem Kontakt mit den Partnern vor Ort: «Wir beraten unsere Kundinnen und Kunden bezüglich Reiseroute und raten ihnen, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen und sich laufend über die Situation zu informieren», sagt Julia Ochsner, Medienverantwortliche von Hotelplan Group.

Auch der Lateinamerika-Spezialist Brasa Reisen AG rät ebenfalls noch nicht von Reisen nach Ecuador ab. Sie würden Buchungen auf Anfrage anpassen, so Reto Kindlimann, Geschäftsführer von Brasa Reisen AG. Doch: «In Lateinamerika kommen solche Unruhen immer wieder vor. Von diesen sind die meisten Reisenden nicht unmittelbar betroffen», so Kindlimann.

Von Seiten Ecuadors will man eine Botschaft des Vertrauens senden, das Land bleibe weiterhin ein sicheres Reiseziel, sagt der Tourismus-Minister Niels Olsen zu «fvw.de» (Abo). In den wichtigsten Destinationen gebe es keine Gewalt. «Derzeit gibt es kein Einreiseverbot und es wurden keine gewalttätigen Vorfälle auf den Galapagos-Inseln, im Amazonasgebiet oder in den Nationalparks, den wichtigsten Reisezielen in Ecuador, verzeichnet», hält Olsen fest.

(TN)