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Wenn der Tourismus floriert, werden Flughäfen, Strassen oder Kanalisationen gebaut. Von diesen Investitionen in die Infrastruktur profitieren auch die Einheimischen. Alle Bilder: Studiosus

Sponsored Wie der Tourismus zu mehr Nachhaltigkeit beitragen kann

Nachhaltigkeit ist mehr als nur Klimaschutz. Sie gliedert sich in drei gleichwertige Bereiche, die sich gegenseitig bedingen: Ökonomie, Soziales und Ökologie. Und der Tourismus kann zu allen drei Punkten Positives beitragen.

Nach Schätzungen der Welttourismusorganisation (UNWTO) hängt jeder zehnte Arbeitsplatz weltweit am Tourismus, er ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren überhaupt. In vielen Ländern trägt der Tourismus stark zum Bruttoinlandsprodukt bei. Für Spanien etwa gibt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für 2019 einen Anteil von 12,4 % an, für Island 8,08 % und für Marokko 7,12 %.

Durch die leichte Zugänglichkeit schafft die Branche Verdienstmöglichkeiten für viele Menschen, gerade auch für weniger qualifizierte Frauen im globalen Süden. Wenn der Tourismus wie in der Corona-Pandemie in eine Krise gerät, hat das mitunter drastische Auswirkungen auf diejenigen, die im Gastgewerbe tätig sind – vor allem in Ländern, die wirtschaftlich besonders davon abhängig sind.

Infrastruktur und Naturschutz profitieren

Wenn der Tourismus floriert, werden Flughäfen, Strassen oder Kanalisationen gebaut. Von diesen Investitionen in die Infrastruktur profitieren auch die Einheimischen. Und mehr noch: Durch Projekte wie die der Studiosus Foundation e. V. hat die lokale Bevölkerung Zugang zu Innovationen wie Biogasanlagen, die sie mit bezahlbarer und sauberer Energie versorgen – wovon auch die Umwelt etwas hat.

Biogasanlagen versorgen die lokale Bevölkerung mit bezahlbarer und sauberer Energie.

Wie eng Ökonomie und Ökologie miteinander verbunden sind, zeigt sich beim Thema Naturschutz. Denn in vielen Ländern ermöglichen die Einnahmen aus dem Tourismus ihn überhaupt erst. Dadurch kann Reisen direkt zum Artenschutz beitragen, wie auch der WWF bestätigt. Besonders deutlich wird das zum Beispiel in Uganda: Dort ist der Tourismus eine Art Lebensversicherung für Berggorillas. Reisende bezahlen für das sogenannte Gorilla-Tracking viel Geld, das wiederrum in Schutzmassnahmen und Forschung fliesst.

In Uganda ist der Tourismus eine Art Lebensversicherung für Berggorillas.

Auch die Gemeinden profitieren: Jobs entstehen, lokale Projekte erhalten finanzielle Unterstützung – und ehemalige Wilderer lassen sich zu Fährtenlesern ausbilden.

Die Herausforderung

Tourismus kann also zum Naturschutz beitragen. Doch die Branche hat eine Achillesferse: Durch Mobilität werden Treibhausgase ausgestossen. Vor allem das Fliegen steht wegen der hohen Emissionen in der Kritik. Zwar macht der gesamte internationale Flugverkehr nach verschiedenen Schätzungen nur drei bis fünf Prozent aller CO2-Emissionen weltweit aus, doch ein Flug von Zürich nach Teneriffa und zurück schlägt zum Beispiel für einen Passagier in der Economy-Class mit 1,0 t CO2-Emissionen zu Buche. Zum Vergleich: In der Schweiz lagen die Pro-Kopf-Emissionen 2020 laut dem Bundesamt für Umwelt bei rund 12 t CO2e.

Die klimaschädlichen Emissionen sind eine Herausforderung, der sich die Branche stellen muss. Deshalb planen Studiosus und Marco Polo ihre Reisen so klimaschonend wie möglich. CO2e-Emissionen lassen sich jedoch nicht ganz vermeiden, vor allem Flüge ins Zielgebiet und Busfahrten vor Ort sind meistens unumgänglich. Jedoch lässt sich der CO2e-Ausstoss durch die Investition in ein Klimaschutzprojekt an anderer Stelle in der gleichen Menge wieder einsparen. Das funktioniert, weil der Klimawandel ein globales Problem ist und es daher keine Rolle spielt, an welchem Ort der Welt das CO2e eingespart wird.

CO2e-Kompensation im Reisepreis inklusive

Seit 2021 kompensieren Studiosus und Marco Polo die CO2e-Emissionen der Flüge, der Bus-, Bahn- und Schiffsfahrten, der Übernachtungen und der Verpflegung auf allen unseren Reisen. Und seit 2022 geben die beiden Veranstalter für jede einzelne Reiseausschreibung den kompensierten CO2e-Fussabdruck pro Reisegast an.

Das Geld für die CO2e-Kompensation von Reisen mit Studiosus fliesst in den Bau von Biogasanlagen in Nepal und Südindien.

Das Geld für die CO2e-Kompensation der Reisen fliesst in den Bau von Biogasanlagen in Nepal und Südindien. Diese Anlagen produzieren saubere Energie aus Viehdung und sparen so CO2 ein, das sonst durch das Verfeuern von Holz entstanden wäre. Einen kleinen Einblick liefert dieser kurze Film. Für das Projekt arbeiten Studiosus und Marco Polo mit der Klimaschutzorganisation myclimate zusammen. Es wurde nach den Gütekriterien des internationalen Gold Standard überprüft und erfüllt dessen höchste Anforderungen. Neben der Einsparung von Emissionen haben die Biogasanlagen viele weitere Vorteile wie die Verminderung der Abholzung oder die Entstehung von hochwertigem Biodünger.

Gemeinsam mehr schaffen

Der Erfolg spricht für sich: Inzwischen gibt es Tausende solcher Biogasanlagen, die mithilfe von Studiosus und Marco Polo gebaut wurden, die meisten davon in Südindien. Gemeinsam kann die Tourismusbranche noch viel mehr bewegen – nicht nur für den Klimaschutz, sondern für alle Aspekte der Nachhaltigkeit. Lassen Sie uns mit vereinten Kräften daran arbeiten, dass der wertvolle Beitrag des Tourismus zu mehr Nachhaltigkeit alle Menschen erreicht.

Tourismus kann zum Naturschutz beitragen und die Bevölkerung unterstützen.

(TN)