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Viele Ryanair-Maschinen werden am 12. September 2018 am Boden bleiben. Bild: Ryanair

Ryanair steht erneut still

Am Mittwoch kommt es beim irischen Billigflieger zu einem 24-Stunden-Streik in Deutschland – wie schon vor einem Monat, als 55'000 Passagiere stehen blieben.

Nicht schon wieder: bei Ryanair zeichnet sich erneut ein Streik ab. In Deutschland soll der irische Lowcost-Carrier am Mittwoch stillstehen. Die Piloten und rund 1000 Flugbegleiter der Ryanair in Deutschland sind von den Gewerkschaften aufgerufen, für 24 Stunden die Arbeit niederzulegen – bloss einen Monat nach einem massiven Streik. Am 10. August wurden 400 Flüge abgesagt, 55'000 Passagiere blieben auf der Strecke. In einem ähnlichen Ausmass dürften die Flüge vom Mittwoch betroffen sein.

Neu ist, dass erstmals die Gewerkschaften der unterschiedlichen Berufsgruppen gemeinsam versuchen, Verbesserungen für die Angestellten herauszuschlagen. Der Ausstand der Piloten beginnt Mittwoch um 03.01 Uhr und endet am Donnerstag um 02.59 Uhr. Die Gewerkschaft bezeichnete das Entgeltangebot der Iren als «völlig indiskutabel». Es sehe für die Jahre 2018 und 2021 keine Erhöhungen vor, für 2019 die Umwandlung einer bestehenden Leistungsprämie sowie eine Erhöhung pro Flugstunde um lediglich 50 Cent und eine Erhöhung der Entgelte in 2020 um 41 Euro pro Monat.

«Die Gehälter der Flugbegleiter bei Ryanair sind so niedrig, dass sie nicht ausreichen, um einen auskömmlichen Lebensstandard zu sichern. Dazu kommen schlechte Arbeitsbedingungen und ein massiver Druck auf die Beschäftigten», kritisierte Verdi-Vorstandsmitglied Christine Behle in einer am Montagabend in Berlin verbreiteten Erklärung. Die Haltung der Arbeitgeber sei verantwortungslos.

Die VC zeigt sich unbeeindruckt von zwischenzeitlich erreichten Teileinigungen mit Piloten in Irland und Italien. Sie seien nicht umfassend genug und könnten nicht als Blaupause für eine Lösung in Deutschland dienen.

Ab der Schweiz fliegt Ryanair ab Basel nach Dublin, London-Stansted und Palma. Diese Flüge sind vom Streik nicht betroffen.

(nau/TN)