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Sponsored Germania Flug AG: Vom Charter- zum Liniencarrier in sechs Monaten

Seit Anfang November bietet die junge Schweizer Airline den Einzelplatzverkauf an. Für den Sommerflugplan 2016 hat sie ein eigenes Streckennetz aufgebaut.

Herr Somandin, Anfang November erweiterte Germania in der Schweiz ihr Geschäftsmodell und bietet per Sommer 2016 zusätzlich zum Chartergeschäft auch ein eigenes Streckennetz mit Einzelplatzverkauf an. Was ist der Grund für diesen Schritt?

Tobias Somandin: Der Start des Einzelplatzverkaufs war von Anfang an Teil unserer Wachstumsstrategie. Wir wollen unseren Vertrieb so breit wie möglich abstützen und sämtliche Kanäle dafür nutzen. Wir konnten dieses Projekt – eines von vielen übrigens – schneller umsetzen als zunächst geplant. Dass wir diesen Meilenstein nun bereits im ersten Jahr nach Aufnahme unseres Flugbetriebs erreicht haben, macht uns einerseits stolz, andererseits bedeutet es auch unglaublich viel Arbeit in der Planung und Umsetzung.

Welche Massnahmen waren für die Umstellung auf den Einzelplatzverkauf nötig?

Neben all den administrativen und behördlichen Anforderungen musste vor allem unsere Website www.germania.ch komplett überarbeitet werden. Das Herzstück ist natürlich die neue Buchungsmaschine. Auch wenn es von aussen vielleicht nicht danach aussieht, der technische Aufwand, der hinter einem solchen Um- und Aufbau steckt, ist beträchtlich. Die Website wurde Anfang November planmässig aufgeschaltet und lief von Beginn an zu unserer vollsten Zufriedenheit. In den kommenden Wochen werden nun stetig weitere Inhalte hochgeladen.

Die Kunden können nun ihre Flüge direkt auf www.germania.ch buchen. Was heisst das für die Reisebüros?

Für die Reisebüros bedeutet dies eine grundlegende Änderung – und das ist auch gut so. Bis anhin waren wir als reiner Chartercarrier unterwegs, d.h. die Reisebüros konnten Germania-Flüge bislang nur über die entsprechenden Veranstalter buchen. Das hat sich nun geändert. Für Reisebüros gibt es auf unserer Website ein eigenes Agenten-Login, über welches die Buchungen direkt getätigt werden können. Zudem sind die Flüge im Reservierungssystem Amadeus freigeschaltet. Die Einbindung weiterer GDS (u.a. Sabre, Galileo) sind für das erste Quartal 2016 geplant. Ein zusätzlicher Pluspunkt für die Reisebüros ist, dass wir im Gegensatz zu anderen Fluggesellschaften eine attraktive Kommission anbieten. Germania-Flüge zu buchen, ist also durchaus lukrativ.

Welche Neuerungen hat es bei Germania sonst noch gegeben?

Da wäre sicherlich unser neuster Flottenzugang zu erwähnen. Ende Oktober ist der hochmoderne und effiziente A321 zu uns gestossen und steht seither für Air Prishtina im Einsatz. Die zusätzliche Maschine wirkte sich natürlich auch auf den Personalbestand aus, das heisst, wir bauten unsere Belegschaft in der Kabine und im Cockpit um mehr als 30 Mitarbeitende aus — und wir suchen immer noch nach motiviertem Flugpersonal. Ferner sind wir seit der Aufnahme des Einzelplatzverkaufs auch auf Facebook aktiv. Wer rund um die Germania Flug AG auf den neusten Stand bleiben möchte, wird dort immer aktuell informiert.

Wird es in Kürze noch weitere News geben?

Auf jeden Fall! Es tut sich momentan sehr viel bei Germania und wir werden sicherlich noch für die eine oder andere Überraschung sorgen.

Tobias Somandin, CEO Germania Flug AG

Tobias Somandin (40) blickt auf eine langjährige Karriere in der Airlinebranche zurück. Nach seiner Ausbildung als Flugzeugtechniker arbeitete er unter anderem bei SR Technics in Zürich, bevor er 2006 zu Belair Airlines wechselte, wo er ab 2008 bis 2014 die Verantwortung für das Technische Management trug. Im Sommer 2014 startete er schliesslich bei der Germania Flug AG und ist seither als Chief Executive Officer massgeblich am Aufbau der jungen Airline beteiligt.