Flug

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Autorin Cathrin Brodersen macht im winterlich-sonnigen Boston beim Anblick der Skyline vom Maverick Point aus Freudensprünge. Alle Bilder: CBR

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Von Cathrin Brodersen

FLYING REPORTER: Cathrin Brodersen (ITS Coop Travel) hat bei der dritten und letzten Auslosung gewonnen und war Ende Dezember mit Lufthansa für einige Tage in Boston. Nachfolgend ihre Eindrücke und Tipps zur Metropole Neuenglands.

Über den Wolken

Die Anreise ist ein kleines, geschlossenes Abenteuer für sich. Unseren alten Freund, die Economy Class, bekommen wir heute ausnahmsweise nicht zu sehen. Dank der Einladung von Lufthansa und travelnews.ch begrüsst uns die Business Class zum ersten Mal in ihren Reihen.

Die Business Class bietet unglaublich viel Komfort und ist ein kleines Platzwunder mit unzähligen Sitz- und Liegemöglichkeiten, die zu einem erholsamen Flug einladen. Noch vor dem Start widmen wir uns dem Entertainmentprogramm - eine kleine Spielerei, mit der sich der Reisende den ganzen Flug mit aktuellen Film- und Musiktiteln vergnügen kann. Ganz nebenbei erfragt der Flugbegleiter unsere Wahl für das Drei-Gänge-Menü aus der Menükarte. Unser Favorit: zarte Pouletbrust mit frischem Gemüse zum Hauptgang (siehe Bild). Wir fühlen uns wohl über den Wolken und für einen kurzen Moment, 9 Stunden und 20 Minuten um genau zu sein, fühlen wir uns sogar wie kleine Könige im Schlaraffenland.

In Boston angekommen, sitzen wir kurze Zeit später im Taxi. Uhrzeit: fast Mitternacht. Ziel: Ames Boston Hotel. Ein charmantes Hotel im Herzen von Downtown Boston, erster Wolkenkratzer der Stadt und heutzutage irgendwie süss im Gegensatz zu den New Kids (bzw. Buildings) on the Block.

Ein herzliches Willkommen

Es ist 6.55 Uhr. Noch bevor der Wecker klingelt, zieht mich mein Wanderlust-Gen aus dem äusserst bequemen Kingsize-Bett hin zum Fenster. Unser Zimmer befindet sich im fünften Stock - vielversprechend für eine grandiose Aussicht. Um meinen Partner nicht zu wecken, ziehe ich die Gardinen nur ein kleines Stück auf, um bei Tageslicht einen ersten Blick auf die Stadt zu erhaschen. Mein erster Eindruck wird bestätigt: Boston verleiht Glücksgefühle pur. Ich bin überwältigt vom Charme der alten, historischen Bauten, inmitten der modernen und stilvollen Wolkenkratzer. Und irgendwie erinnert mich die Aussicht an meine Zeit in London, an meinen Arbeitsweg vorbei an alten und neuen Gebäuden. Nur die Dynamik ist hier ganz anders, sehr viel angenehmer, aber das erfahre ich erst später am Tag.

Boston hat eine alte Seele, ist gelassen und fröhlich. Aus allen Ecken der Stadt klingen seichte musikalische Töne, sei es eine kleine Brassband an der nächsten Train Station oder «Carol Singers», welche die Weihnachtszeit einläuten. Die Stadt ist belebt und lebendig, aber nicht überfüllt - weder von Einwohnern noch von Touristen. Herrlich angenehm für einen Städtetrip.

Überwältigend: Der Blick aus dem Hotelfenster im Ames Hotel Boston.

Shopping und Flanieren

Die Agenda für Tag 1 ist relativ simpel: Shopping und Flanieren. Das nächstgelegene Outlet-Paradies ist mit der «Orange Line» vom Hotel in knapp 15 Minuten zu erreichen. Assembly Row ist typisch amerikanisch in Blocks gegliedert und bietet dem shoppinglustigen Europäer viele Möglichkeiten.

Den restlichen Tag widmen wir uns also dem Flanieren. Ziel: Beacon Hill. Neben Back Bay nicht nur eins der wohlhabendsten Stadtteile Bostons, sondern auch eins der schönsten. Der Weg dorthin ist nicht weniger spannend und schön, denn er führt durch den ältesten Park der Vereinigten Staaten, Boston Common, sowie durch den angrenzenden Boston Public Garden. In Boston Common schliessen wir schnell neue Freunde: Eichhörnchen scheinen aus allen Ecken der Parkanlage zu kommen. Sie sind handzahm und zutraulich.

Aussicht vom Boston Common auf die Skyline Bostons.

Beacon Hill liegt nördlich der Parks und lädt zum Träumen und Stöbern ein. Was diesen Stadtteil so besonders macht, sind die lokalen Geschäfte und Cafés, die schönen roten Backsteinhäuser und die Kopfsteinpflasterstrassen, die in scharfem Kontrast zu den Wolkenkratzern aus Stahl und Glas im Rest der Stadt stehen (siehe Bild unten). Mit meiner Kamera um den Hals bin ich als Touristin schnell entlarvt und werde von den Anwohnern mit «Welcome to Boston» begrüsst. Ich finde das herrlich erfrischend.

Von Beacon Hill schlendern wir weiter zur Longfellow Bridge, um dort in die «Red Line» nach Cambridge zu steigen. Wir entschliessen uns für einen abendlichen Spaziergang  über den Campus der Elite-Universität Harvard, unweit des Geländes des M.I.T., einer weiteren Eliteschule. Es ist schön und selbst wenn wir noch nie zuvor dort waren, irgendwie auch nostalgisch. Und es ist kalt. Minusgrade frieren unsere Nasen ein, also entschliessen wir uns, gegen 18 Uhr zurück ins Hotel zu fahren. 

Boston lässt sich leicht zu Fuss erkunden, aber auch Sites, die nicht in unmittelbarer Fussnähe sind, sind schnell zu erreichen. Die Kosten für ein Tagesticket mit einer Gültigkeit von 24 Stunden für Busse, Züge sowie der Charlestown Ferry liegen bei 12 Dollar, sind also zugänglich.

Unsere Empfehlung für das Abendessen: Das Steakhouse Boston Chops im South End. Die Atmosphäre ist fröhlich und entspannt. Das Interieur lässt sich mit «industrial chic» bezeichnen. Das Steak ist ein Gaumenschmaus. Ein Tisch sollte übrigens unbedingt im Vorfeld reserviert werden.

Das andere Boston fernab des touristischen Trubels

Wir suchen nach einer genialen Aussicht auf die Bostoner Skyline. Dank einem 1A-Tipp von Concierge David werden wir im «up and coming»-Viertel der Stadt, East Boston, fündig. Vom Hotel fahren wir mit der «Blue Line» Richtung Wonderland und steigen in Maverick aus. Generell wirkt die Stadt angenehm belebt, Maverick hingegen ist fast menschenleer und so geniessen wir die sagenhafte Aussicht für uns allein. 

Unsere Route führt weiter zur USS Constitution (Bild unten), die hinter einem Zaun im Hafen ankert. Ein Besuch ist gratis, allerdings sollte ein Ausweis immer im Gepäck dabei sein, denn ohne bleibt der Zutritt verwehrt. 

Wir setzen unser Alltagsabenteuer mit der Charlestown Ferry, nur 10 Minuten zu Fuss von der USS Constitution entfernt, fort und fahren genau einen Stop zu meinem Highlight des Tages, dem Custom House Tower. Dieser ist eine Ikone unter den Bostoner Wolkenkratzern und gehört zum Marriott Vacation Club - und lädt zwei Mal täglich zur Aussichtsplattform in den 26. Stock ein. Der Zutritt kostet 7 Dollar, also deutlich weniger als für die Aussichtsplattform im Prudential Tower, und dazu ist es hier auch deutlich weniger überlaufen. Zusätzlicher grosser Pluspunkt: Der gesamte Erlös wird an ein Kinderkrankenhaus gespendet. Die 360°-Aussicht über die Stadt am Atlantischen Ozean (Bild unten) ist fantastisch und absolut empfehlenswert.

Ein letztes architektonisches Highlight

Die Grande Dame der historischen Bauten haben wir uns für den letzten Tag aufgespart. Ziel: die Boston Public Library (Bild unten). Das ist die grösste städtische öffentliche Bibliothek in den USA und eine der grössten Bibliotheken der Erde. 

Fazit

Die Stadt ist lebendig, aber trotzdem nicht hektisch. Sie ist warm, herzlich und besonders durch den Baustil ergeben sich spannende Kontraste. Boston ist eine charmante Metropole mit Kleinstadtflair an der Ostküste Amerikas, die ohne weiteres mit den grossen Traumzielen wie Miami, Los Angeles oder New York mithalten kann. Eine Destination, die auf keiner «Bucket List» fehlen sollte.

Boston ist eine entspannte Grossstadt am Wasser - im Bild die MS Rita von der Cambridge Ferry.