Flug

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Keine Flüge mehr von Lugano nach Rom oder Genf: Wohin Darwin Airline künftig fliegt, hängt von der Auftragslage ab. Bild: Aero Icarus via Wikimedia

Keine Linienflüge mehr von Darwin Airline

Die Fluggesellschaft stellt ihr Geschäftsmodell auf ACMI-Flüge um. Die Tessiner wird dies kaum freuen.

Regionalfluggesellschaften haben es in der Schweiz nicht leicht. Skywork konnte sich vor Kurzem vor einem bevorstehenden Grounding nochmals retten, während jetzt Darwin Airline eine Neuausrichtung bekannt geben musste.

Darwin Airline, welche im Juli 2017 von der Eigentümerschaft (inklusive der Partner-Airline Etihad Airways) an die Firma 4 K Invest verkauft wurde und seitdem unter der Marke Adria Airways Switzerland operierte, will künftig ganz auf den Linienflugverkehr verzichten. Dies berichtete die SDA am Wochenende, bezugnehmend auf ein Interview des Tessiner Senders RSI mit  Darwin-CEO Klaus Patzer.  

Ab Januar gibt es demnach keine Flüge von Darwin mehr ab Lugano, und voraussichtlich auch nicht mehr ab Genf. Begründet wird dies mit anstehenden Investitionen in Millionenhöhe in das Reservationssystem, welche für einen Fortbetrieb des Linienflugverkehrs nötig gewesen wären. Angesichts der nur rund 100‘000 Passagiere pro Jahr hat sich Darwin nun gegen diese Investition entschieden und fortan als ACMI-Dienstleister zu operieren – also als Anbieter von Flugzeugen und Crew für andere. Eine Möglichkeit, als ACMI-Dienstleister per Dezember für Powdair ab Sitten tätig zu sein, zerschlug sich bereits.

Für Tessiner Flugkundschaft ist diese Entwicklung alles andere als erfreulich. Swiss wird zwar weiterhin Lugano mit Zürich verbinden – der Aufbau einer Basis im Tessin sei aber ausgeschlossen, d.h. Swiss wird die Darwin-Slots nicht übernehmen und keine Flüge ab Lugano zu anderen Zielen anbieten.

(TN)