Flug

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Ab dem kommenden Frühling dürfte Air France 9-12 Euro pro GDS-Segment fakturieren. Bild: Worldpress

Bald führt auch Air France eine GDS-Gebühr ein

Noch ist es nicht offiziell bestätigt, doch französische Fachmedien sind sich sicher: Die DCC kommt.

Nach Swiss und Lufthansa und der IAG Group ist nun offenbar Air France-KLM an der Reihe mit der Einführung einer GDS-Gebühr. Die bei uns gemeinhin als «Distribution Cost Charge» (DCC) bekannte Gebühr auf sämtliche GDS-Buchungen soll im April 2018 eingeführt werden. Dies jedenfalls behauptet das französische Geschäftsreiseportal «Déplacement Pros».

Diesem zufolge sollen die Kosten pro Segment zwischen 9 und 12 Euro liegen, welche laut Air France «die effektiven Kosten einer GDS-Nutzung» widerspiegeln sollen. Im Übrigen soll auch die Kurzstrecken-Tochtergesellschaft Hop! Gebühren auf Reservierungen erheben, welche über Amadeus, Travelport oder Sabre vollzogen werden. Ob diese gleich hoch sein werden, sei noch unklar.

Geschäftsreise-Unternehmen wie Carlson Wagonlit, American Express oder FCM sowie weitere Distributoren können künftig aber die Gebühr umgehen, indem sie über eine NDC-fähige, proprietäre Buchungslösung von Air France-KLM die Flugreservationen eingeben. Damit kopiert Air France-KLM den bei der IAG Group bereits existierenden Ansatz.

Air France hat diese Informationen derzeit weder bestätigt noch dementiert. Klar ist aber, dass der frühere CEO von Air France-KLM, Alexandre de Juniac, bereits vor zwei Jahren erklärte, dass die GDS-Gebühr évaluiert werde.

(JCR)