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Der Flughafen Schwechat in Wien sieht sich Sicherheitsvorwürfen ausgesetzt. Bild: Pixabay

Bestechungsvorwurf bei Wiener Flughafen-Security

Der Flughafen Wien meldet einen Passagierzuwachs. Mehr zu reden geben aber vor allem konkrete Vorwürfe punkto Sicherheit.

Der Flughafen Wien steigerte die Passagierzahlen von Januar bis September um 5,7 Prozent, dies bei 0,7 Prozent weniger Flügen. Gleichzeitig berichtet die österreichische Zeitung Krone von möglichen Sicherheitslücke bei den Kontrollen. Laut einem ungenannten «Insider» soll ein Mitarbeiter der Sicherheits- und Kontrollorgane mehr als nur ein Auge zudrücken und für sein «Entgegenkommen» auch kräftig abkassieren.

Krone.at erfuhr unter anderem von Einladungen zu Luxusreisen. So soll der Mitarbeiter auf den Malediven zu einem Bootstrip in zweifelhafter Gesellschaft eingeladen gewesen sein. Im Zuge der Reise dürfte dann ausserdem Bestechungsgeld geflossen sein. Der Verdächtige soll seinen «Zusatzverdienst» auch bereits weiter investiert und in Ungarn ein Haus gebaut haben.

Wie der Insider weiter berichtet, habe der Betreffende mittlerweile zwei weitere Personen angeworben, um den Airport-Deal dauerhaft und lückenlos zu gestalten. Die Konsequenz: Die Sicherheitskontrolle wäre dann unabhängig von der jeweiligen Dienstschicht unterwandert, schildert der «Krone»-Informant, der die Behörden zum raschen Handeln auffordert.

«Aktuell kein Sicherheitsrisiko»

Über die Geschehnisse sei das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, kurz BVT, bereits in Kenntnis gesetzt, erklärte der Insider. Ein Dossier, welches sämtliche Vorkommnisse in diesem Zusammenhang beschreibt, sei dem Amt übermittelt worden.

Auf Nachfrage bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums: «Dieser Sachverhalt ist beim BVT angezeigt worden. Überprüfungen in der Sache laufen.» Gleichzeitig betont er jedoch auch, dass es nach dem momentanen Stand der Ermittlungen und der Einschätzung der Terror-Experten «aktuell kein Sicherheitsrisiko» gebe.

(SW)