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Bei Air Berlin häufen sich die Flugstreichungen. Bild: Air Berlin

Air Berlin streicht zahlreiche Flüge aus «operativen Gründen»

Gestern wurde die Streichung aller Flüge in die Karibik bekannt gegeben, heute werden wieder viele Flüge gestrichen. Was ist los?

Air Berlin informierte gestern mittels Medienmitteilung, dass sie per 25. September ihr Karibik-Flugprogramm ab Düsseldorf einstellt. Doch damit nicht genug: Die vor einigen Tagen angekündigten Streichungen von Langstreckenflügen wurden ebenfalls auf den 25. September vorgezogen. Air Berlin informiert weiter, dass der Ticketpreis für nach dem Insolvenzantrag (am 15. August) erfolgte Buchungen zurückerstattet wird. Das dürfte im Rückschluss heissen, dass jene, welche vor diesem Datum Flüge zu einer der betroffenen Langstrecken gebucht haben, auf ihr Geld werden verzichten müssen.

Hintergrund der Streckeneinstellungen ist laut einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» dass die Leasingfirma Aercap, von welcher Air Berlin die Langstreckenflugzeuge gemietet hat, zehn Airbus A330 möglichst schnell zurück haben will. Offenbar hat Aercap Sorgen, dass sie für die gemieteten Flugzeuge kein Geld mehr sieht.

Dass es um Air Berlin trotz Notkrediten nicht gut steht, ist inzwischen überdeutlich. Die Fluggesellschaft hat heute Dienstag (12. September) erneut Dutzende Flüge abgesagt. «Aus operativen Gründen muss Air Berlin heute Flüge streichen», teilt die insolvente Fluggesellschaft auf Anfrage mit, und bedauert dabei die Unannehmlichkeiten für die Gäste. Das Unternehmen bittet Passagiere, vor der Anfahrt zum Flughafen den Status ihres Fluges unter www.airberlin.com/fluginfo zu prüfen. Reisenden, welche von Streichungen betroffen seien, soll die «bestmögliche Reisealternative» angeboten werden.

Nähere Angaben etwa zur Zahl der gestrichenen Flüge und zu den Gründen machte die Airline nicht. Am Flughafen Berlin-Tegel fielen laut den online genannten Abflügen knapp 20 Flüge aus, etwa ebenso viele waren es am Flughafen Düsseldorf.

(JCR/AWP)