Flug

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Ungeplante Landung mit nur einem funktionierenden Triebwerk: LX40 in Iqaluit. Bild: Twitter/@tattuinee

Für L.A. gepackt, in Iqaluit gelandet

Eine Triple-Seven der Swiss musste im Norden Kanadas notlanden – bei Minus 23 Grad. Ein bekannter Sänger gibt Entwarnung.

Auf einem Swiss-Flug von Zürich nach Los Angeles kam es gestern zu einer technischen Störung. Das linke Triebwerk der Boeing 777-300 schaltete über der Arktis aus. Die Swiss-Maschine LX40 musste im Norden Kanadas in Iqaluit notlanden. Die Landung erfolgte problemlos, meldet die Swiss:

Eine Swiss-Maschine von New York ist unterwegs nach Iqaluit, um die Passagiere abzuholen. Trotz Aussentemperaturen von Minus 23 Grad sind die Passagiere wohlauf.

Ein berühmter Passagier meldete sich nach mehrstündiger Wartezeit auf Twitter. Dabei handelt es sich um den Singer-Songwriter Leroy Sanchez, der erst am Dienstag Abend auf der Amboss Rampe in Zürich ein Konzert gab. Sanchez – auf Twitter folgen ihm 137'000 Leute – lobte die Swiss, insbesondere den Food:

In einem weiteren Tweet äussert sich Sanchez aber auch kritisch («3 hours later and nobody tells us any updates, no info about where the rescue plane is... nothing»).  Ebenfalls auf Twitter aufgetaucht ist ein Video-Beitrag der Landung der Swiss-Maschine in Iqaluit:

Die Stadt Iqaluit (auf Deutsch: «Ort mit viel Fisch») hat knapp 7000 Einwohner und liegt 1200 Kilometer nördlich von Québec. Der Flughafen der Stadt ist für Notlandungen entlang der Polarroute vorgesehen.

Update 11.50 Uhr: Insgesamt mussten Passagiere und Crew 11,5 Stunden in der Kabine ausharren. «Wir haben uns um Übernachtungsmöglichkeiten in Iqaluit bemüht, diese standen aber nicht im uns erhofften Ausmass zur Verfügung», sagt Swiss-Sprecherin Meike Fuhlrott zu «watson.ch». Um den Betroffenen die extreme Kälte beim Aussteigen (-30 Grad!) zu ersparen, entschied man sich auch gegen einen Aufenthaltsraum im Terminal.

(TN)