Flug

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Bild: alexsalmond.scot

Captain Kirk an Bord — Heathrow in Aufregung

Von Ben West

Der bekannte ehemalige Schottische Minister Alex Salmond, der sich als Startrek-Protagonist ausgab, sorgte am Londoner Flughafen für einige Verwirrung.

Wenn es um Formalitäten geht, versteht der Flughafen London-Heathrow keinen Spass. Diese Woche wurde bekannt, dass der ehemalige Schottische Minister Alex Salmond nicht an Bord einer British Airways-Maschine gelassen wurde, weil der Name auf seinem Ticket nicht demjenigen im Pass entsprach. Salmond hatte seinen Flugschein auf den Namen James T. Kirk gebucht, Captain des Raumschiffs USS Enterprise in der Kultserie Startrek.

Erst nach etlichen Telefonanten und einer immer länger werdenden Schlange vor einem Check-in Schalter wurde der bekannte Politiker schliesslich an Bord gelassen. Der Zwischenfall ereignete sich im Sommer, als Salmond nach einer Woche im Unterhaus des Britischen Parlaments in London versuchte, zurück ins Schottische Aberdeenshire zu fliegen.

Salmond (60) sagte gegenüber Britischen Medien, er würde auf Reisen häufig Kirks Namen benutzen. Teils als Scherz, teils aus Gründen der Sicherheit und weil er leicht zu merken sei. Salmond deutete an, dass er in Zukunft jedoch ein anderes Alias verwenden werde. «Ich denke da an eine weitere Startrek-Figur. Allerdings nicht an Mr. Spock — das wäre unlogisch», sagte der Politiker. Normalerweise fliegt Salmond via Gatwick oder London City nach Schottland. An diesen Flughäfen sind er und seine ungewöhnlichen Decknamen dem Personal bekannt.

Auch auf den Online-Plattformen hat Salmonds Geschichte für Wirbel gesorgt. Viele User wunderten sich, dass der Politiker trotz der heutigen strengen Sicherheitsauflagen unter einem Alias fliegen durfte, und dass für Promis offenbar andere Regeln gelten als für Normalsterbliche. Einige bezeichneten ihn als «arrogant» oder verlangten nach einer Strafverfolgung. Wieder andere machten darauf aufmerksam, dass Salmond von easyJet oder Ryanair mit einer saftigen Gebühr bestraft worden wäre, hätte er nur einen einzigen Buchstaben auf seinem Ticket ändern lassen müssen. Dazu ein Sprecher von British Airways: «Wir erwarten von all unseren Passagieren, dass sie unter ihren richtigen Namen reisen. Nur so kann die höchst mögliche Sicherheit für unsere Kunden und Mitarbeitenden gewährleistet werden. Diese ist unsere höchste Priorität.»