Flug

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Von links: Thomas Zaman (Vice President, Airbus Helicopters), Alex Sahni (Mavi Air) und Alexander Sanchez (Regional President Turkey/Caucasia, Airbus Helicopters). Bild: zVg

De Luxe In Bodrum gibt's jetzt on-demand Helikopter-Transfer

Das Luftfahrt-Startup Mavi Air wird Luxuskunden, welche an der türkischen Riviera schnell und komfortabel zu ihrem Hotel oder sonst wohin gelangen wollen, einen Shuttleservice auf Anfrage anbieten. So sieht die Zukunft der städtischen Mobilität aus - getrieben vom Luxussektor.

«Urban Air Mobility», also städtische Fortbewegung auch auf dem Luftweg, ist ein zukunftsgerichtetes Konzept. Dadurch können chronisch überlastete städtische Transport-Infrastrukturen effizient entlastet werden; in Städten wie Dubai gibt es bereits Experimente mit Lufttaxis, andere Städte wie San Francisco experimentieren mit der Paketzustellung mittels Drohnen. Die Luxusbranche hat sich als allererstes ins Feld der «Personenmobilität in der dritten Dimension» und Privattransfers per Helikopter sind an sich kein Novum mehr - doch es gibt noch viel Potenzial.

Genau da setzt das türkische Luftfahrt-Start-up-Unternehmen Mavi Air an, welches von Unternehmer Alex Sahni gegründet wurde. Wie Sahni gegenüber Travelnews ausführt, setzt er voll auf den Luxusmarkt und will mit diesem neue Angebote in der Region von Bodrum, also an der mondänen türkischen Riviera, lancieren. Im Rahmen dieses Projekts werden in den nächsten drei Jahren von Airbus Helicopters gefertigte H125-Hubschrauber für Kurzflüge in der Region eingesetzt. Der Helikopterdienst, der ab dem 1. Mai 2022 starten soll, wird im Rahmen von Transporten oder Rundflügen zwischen Flughafen und Hotel organisiert. Mavi Air wird den Kunden von Fünf-Sterne-Einrichtungen wie dem Mandarin Oriental, also eben im Luxustourismussegment, einen On-Demand-Shuttle-Service anbieten.

Zu Beginn geplant sind laut Sahni Verbindungen vom Flughafen Bodrum-Milas (Code: BJV) nach Yalikavak, von Yalikavak nach Dalyan sowie Marmaris und schliesslich auch Sightseeing-Rundflüge in Bodrum. Damit sind die üblichen «Playgrounds» der Reichen und Schönen auf der Halbinsel von Bodrum abgedeckt.

Schnell von A nach B im Helikopter

Mavi Air wird die Tätigkeit mit einem H125 aufnehmen, welcher an zwei Hubschrauberlandeplätzen in der Umgebung von Göltürkbükü sowie einem Hubschrauberlandeplatz (mit zwei Landeplätzen) in Yalikavak, in der Nähe des Hotelviertels von Bodrum, einsetzbar ist. Sahni ist überzeugt, dass sein Hubschrauber-Shuttle-Service einen echten Mehrwert für das Reiseziel Bodrum und für die hochwertige Kundschaft - ob Luxustouristen oder Immobilienbesitzer in der Region - bringt. «In Bodrum, dem ‹St. Tropez der Türkei›, ist die Nachfrage sicher hoch und es ist für uns ein perfektes Testgelände», so Sahni. Denn auf Bodrum beschränkt will man langfristig nicht bleiben: «Wir sind bestrebt, unser Angebot zusammen mit der Entwicklung der Hubschrauberindustrie weiterzuentwickeln», schliesst Sahni, ohne noch über konkrete weitere Einsatzziele zu sprechen.

Konkret spricht er aber über das omnipräsente Thema der Nachhaltigkeit: So strebe Mavi Air die Einführung umweltfreundlicher Technologien wie nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) oder auch Elektroantrieb an, sobald diese für den kommerziellen Betrieb verfügbar seien. Aktuell wird aber erst einmal mit dem vielseitige H125-Hubschrauber (früher AS350 B3e genannt) geflogen. Dieser ist beliebt, weil er trotz guter Leistung nur geringen Wartungsaufwand verursacht und relativ niedrige Anschaffungskosten verursacht. Es ist ein Mitglied der Ecureuil-Familie von Airbus, die weltweit mehr als 33 Millionen Flugstunden gesammelt hat, und kann einen oder zwei Piloten zusammen mit sechs Passagieren befördern.

Alexandre Sanchez, Regional President von Airbus Helicopters Türkei und Kaukasus, erklärt seinerseits: «Wir freuen uns, dass Mavi Air sich für die H125 entschieden hat, um seinen anspruchsvollen Gästen diesen Service anzubieten. Die Infrastruktur und das Geschäftsmodell, das Mavi Air heute geschaffen hat, können den Weg für den zukünftigen Betrieb von Urban Air Mobility in Bodrum ebnen.»

(JCR)