Flug

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Die Alitalia-Nachfolgegesellschaft ITA startet Mitte Oktober mit 52 Flugzeugen. Bild: AZ

Alitalia-Nachfolgerin hebt am 15. Oktober ab

Nach mehrfacher Verzögerung geht Italia Trasporto Aereo (ITA) Mitte Oktober mit 52 Flugzeugen und 2950 Mitarbeitenden an den Start.

Finalmente: nach monatelangem Ringen steht der Starttermin der Nachfolge-Fluggesellschaft der angeschlagenen Alitalia fest. Die Diskussion mit der EU-Kommission über Gründung der Italia Trasporto Aereo (ITA) wurde positiv abgeschlossen. Das teilte das italienische Wirtschafts- und Finanzministerium am Donnerstag mit. Die ersten Flieger sollen ab dem 15. Oktober abheben. Der Start des Ticketverkaufs ist für den 15. August geplant.

Transportminister Enrico Giovannini erklärte: «Mit ITA entsteht eine neue wichtige italienische Fluggesellschaft mit bedeutenden Entwicklungsperspektiven, die auf dem nationalen und internationalen Markt konkurrieren kann.» Medienberichten zufolge soll Alitalia dann am 15. Oktober aus dem Betrieb gehen.

Schon im Frühjahr wollte ITA eigentlich erstmals abheben. Über Monate herrschte jedoch Uneinigkeit mit den EU-Wettbewerbshütern in Brüssel. Ein Knackpunkt waren etwa die Start- und Landerechte an bestimmen Flughäfen. ITA bat laut Medienberichten an, einige Dutzend davon abzutreten, Brüssel war das aber noch zu wenig.

Alitalia ist seit Jahren auf staatliche Hilfen angewiesen, weil die Airline keine Gewinne mehr einfährt. ITA soll deshalb in verschlankter Form an den Start gehen. 85 Prozent der heutigen Alitalia-Slots am Flughafen Mailand Linate und 43 Prozent in Rom Fiumicino würden übernommen. Der Verwaltungsrat habe laut ITA dazu einem Plan bis 2025 zugestimmt. Damit sei auch der Weg frei, sodass die Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung von 700 Millionen Euro beschliessen könne. Geld, das die Airline dann ausgeben kann.

Nach eigenen Angaben will ITA – der neue Airline-Name wurde im Oktober 2020 bekannt – mit 52 Maschinen loslegen. Davon sind sieben Grossraumflugzeuge und 45 Schmalrumpfflugzeuge. 2022 sei geplant, mit insgesamt 78 Fliegern zu operieren. In diesem Jahr sollen bei Ita bis zu 2950 Menschen im Flugbetrieb arbeiten. Bis 2025 soll die Belegschaft dann bis zu 5700 Mitarbeiter umfassen. Von ihren Drehkreuzen in Rom und Mailand will die neue Fluggesellschaft sich auf Geschäfts- und Freizeitkunden konzentrieren. Im Angebot seien zunächst 45 Destinationen und 61 Flugrouten, darunter Frankfurt, Paris, London, Buenos Aires und New York.

(nau/TN)