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Airbus-Cehf Guillaume Faury wendete sich am vergangenen Freitag per Brief an die Belegschaft. Bild: airbus.com

Airbus-Chef stellt Mitarbeitende auf Entlassungen ein

Airbus rechnet mit einer langsameren Rückkehr der Nachfrage als ursprünglich angenommen und muss deshalb Kosten sparen, darunter auch bei der Belegschaft.

Die Durststrecke ist länger als noch vor wenigen Monaten angenommen. Die Nachfrage nach Flügen kommt nur langsam zurück. Dies hat nun Auswirkungen für Airbus.

Der Flugzeugbauer hatte im vergangenen Juli den Abbau von weltweit 15 000 der rund 90 000 Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte angekündigt. Davon sind rund 10’100 Jobs in unseren Nachbarländern, Frankreich und Deutschland, betroffen. Mit einem Brief soll sich der Airbus-Chef, Guillaume Faury, am vergangenen Freitag an die Airbus-Mitarbeitenden gerichtet haben. Der grösste europäische Flugzeughersteller will vor allem auf Abfindungen und Frühpensionierungen setzen, hat aber betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. «Es sei unwahrscheinlich, dass das freiwillige Ausscheiden aus dem Unternehmen ausreiche», zitierte unter anderem die französische Wirtschaftszeitung «La Tribune» am Montag aus einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Weil die Zahl der Flugzeugauslieferungen dermassen einbrach, stand im zweiten Quartal unter dem Strich ein Verlust von mehr als 1,4 Milliarden Franken. Die Kosten, der Halbjahresergebnisse, welche Airbus Ende Juli veröffentlicht hat, zeigten, dass die Kosten während dieser Krise die Einnahmen bei weitem überschritten hätten. So müsse deshalb nicht nur bei der Belegschaft Anpassungen getätigt werden, sondern auch bei der Produktion, bei den Einkäufen sowie bei Projekten und Investitionen.

(NIM)