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Nach der Landung zum Corona-Test – könnte bald vielen Flugpassagieren blühen. Bild: AdobeStock

Corona-Test an den Schweizer Flughäfen gefordert

Ein Mitglieder der Corona-Taskforce macht sich stark für Corona-Tests an den Schweizer Flughäfen für jene Passagiere, die aus Risikoländern einreisen.

Gemäss dem Bundesamtes für Gesundheit (BAG) steckt sich in der Schweiz ein Viertel aller am Coronavirus erkrankten Personen derzeit im Ausland an. Jetzt fordert Nicola Low, Mitglied der Corona-Taskforce und Epidemiologin an der Universität Bern, Tests an den Schweizer Flughäfen. Und gleich noch einen weiteren Test Tage darauf: Die Reisenden müssten ein zweites Mal nach fünf bis sieben Tagen getestet werden. Das Virus könnte bei bereits Infizierten unter Umständen erst dann nachgewiesen werden. «Wenn ich in einem Risikoland gewesen wäre, würde ich mich freiwillig testen lassen», sagt Low der Aargauer Zeitung.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) weist die Forderung von Low zurück. Es erachtet die Durchführung von Tests bei der Einreise gegenwärtig als wenig praktikabel. Je nach Entwicklung der Lage könnte die Massnahme aber in Zukunft eingeführt werden, räumt das BAG ein.

In Deutschland soll das Testen an den Flughäfen für Reisende aus Risikoländern nun eingeführt werden. Wie das Prozedere in der Praxis aussehen soll, ist derzeit noch unklar. Bisher ist nur bekannt, dass an Flughäfen zentrale Teststellen für Reiserückkehrer aus Risikogebieten eingerichtet werden sollen. Und in Österreich soll aus einem solchen Gebiet nur noch einreisen können, wer einen neuen negativen Test vorlegen kann.

Doch noch will das BAG davon nichts wissen. Denn für für den grössten Teil der Rückkehrenden ist ein Test kaum möglich, für jene Personen, die per Auto oder Zug einreisen. Damit werden nicht alle Rückkehrenden gleich behandelt – und es öffnet sich ein Schlupfloch für jene, welche die Quarantäne umgehen wollen. Eine Möglichkeit sind Stichproben. Laut BAG werden Stichproben von Reisenden, die mit einem Bus in die Schweiz kommen, bereits gemacht. Weitere seien geplant.

(GWA)