Flug

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Ein Grossteil der Cathay-Pacific-Flotte steht wegen den eingeschränkten Flügen Richtung Festland China am Boden. Bild: TN

Unbezahlte Ferien bei Cathay Pacific

Die Hongkonger Fluggesellschaft will wegen der Ausbreitung des Coronavirus viele Mitarbeiter in die unbezahlten Ferien schicken. – Airbus stoppt Endmontage in China. – Zehn Krankheitsfälle auf Diamond Princess. – Corona-Patientin flüchtet aus Spital in Salzburg.

Wie Travelnews gestern berichtete, sind seit Ausbruch des Coronavirus die Flugkapazitäten um insgesamt 4,4 Millionen Flugsitze heruntergefahren geworden – 3,8 Millionen im chinesischen Domestic-Flugverkehr und rund 600'000 Sitze im internationalen Flugverkehr. Darunter leidet insbesondere der Hongkong-Carrier Cathay Pacific und Tochter Cathay Dragon. Gemäss Cathay-Mitteilung werden bis Ende März mindestens 50 Prozent aller Flüge ausfallen.

Jetzt will Cathay-Pacific-Konzernchef Augustus Tang seine Mitarbeiter in die unbezahlten Ferien schicken. Die rund 27'000 Angestellten wurden gebeten, bis zu drei Wochen zu Hause zu bleiben. «Ich hoffe, Sie werden sich alle beteiligen», sagte Tang in einer Videobotschaft. Der Aufruf gelte auch für hochrangige Führungskräfte.

In Hongkong wurde das neuartige Coronavirus jüngsten Angaben zufolge bei 18 Menschen nachgewiesen. Einer von ihnen starb. Am Dienstag hatten die Behörden in der chinesischen Sonderverwaltungszone vor einem erhöhten Ansteckungsrisiko gewarnt.

Airbus stoppt vorläufig Endmontage in China

Airbus hat die Produktion des A320 in China vorerst auf Eis gelegt. Einigen Mitarbeitern wird die Möglichkeit für Home-Office eröffnet, wie «Cash.ch» berichtet. Ziel sei, dass die Beschäftigten nicht zu den Airbus-Standorten fahren müssten.

Die von Chinas Behörden verhängten Reisebeschränkungen behindern die Abläufe bei Airbus. Neben der Produktion sind auch die Auslieferungspläne in Gefahr. Der Hersteller will wenn nötig Alternativen prüfen, um die Auswirkungen zu begrenzen. Airbus fertigt in Tianjin vor allem Mittelstreckenjets der A320-Reihe für den chinesischen Markt.

3700 Menschen an Bord der Diamond Princess – zehn Fälle bestätigt

An Bord des in Japan unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes Diamond Princess sind zehn Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Man werde angemessene Massnahmen treffen, um eine Ausbreitung der Infektionen zu verhindern und um sich um die Gesundheit der Passagiere und der Crew zu kümmern, erklärte der japanische Gesundheitsminister.

Das Schiff lief vorübergehend aus, um unter anderem Frischwasser zu produzieren und Ballastmassnahmen vorzunehmen, bevor es nach Yokohama zurückkehrt, um Proviant und anderes zu laden. Allerdings sollen die Passagiere und die Crew weitere 14 Tage an Bord bleiben. In dieser Zeit will das japanische Gesundheitsministerium weitere Untersuchungen auf den Erreger vollziehen. Die 3700 Passagiere müssen vorerst in ihren Zimmern bleiben.

Corona-Patientin flüchtet aus Salzburger Spital

Eine Frau, die als Cornona-Verdachtsfall im Landeskrankenhaus Salzburg behandelt wurde, ist am Mittwoch aus dem Spital geflüchtet. Die Polizei startete eine grosse Suchaktion. Mittlerweile konnte die Frau ausfindig gemacht werden, melden österreichische Medien.

(nau/TN)